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Anrührende Romanze: Blake Lively als ewig junge Frau in „Für immer Adaline“

Fluch der Unsterblichkeit

Hameln. Adaline Bowman (Blake Lively), 29-jährige Witwe und Mutter der kleinen Flemming, kommt 1935 auf dem Weg zu ihren Eltern mit dem Auto von der schneeglatten Straße ab. Der Wagen überschlägt sich, ihr Herz setzt aus. Doch dann ein Blitz, der Adaline zu neuem Leben erweckt. Ein magischer Moment: Adaline hört auf zu altern. Die Welt verändert sich, doch Adaline bleibt dieselbe. Das bemerkt auch das FBI, das irgendeine Machenschaft oder medizinische Sensation wittert. Adaline flüchtet zum ersten Mal und wird fortan konsequent alle zehn Jahre Identität und Wohnort wechseln, um sich zu schützen. Nur ihre Tochter (Ellen Burstyn) ist in das Geheimnis eingeweiht. Kurz vor ihrem 100. Geburtstag lernt Adaline den charmanten Ellis Jones kennen, der ihr trotz aller Zurückweisungen beharrlich den Hof macht. Bis ein Wochenendbesuch bei seinen Eltern das Geheimnis zu gefährden droht.

veröffentlicht am 09.07.2015 um 06:00 Uhr

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Adaline ist, wenn man so will, eine Frau ohne Eigenschaften. Die ewige Jugend ist eher Last denn Geschenk, daran lässt Regisseur Lee Toland Krieger keinen Zweifel. Die Notwendigkeit, nicht aufzufallen, zwingt sie zur Zurückhaltung, vor allem privat. Zwei Weltkriege, Rock ’ n’ Roll, Studentenrevolte, Frauenbewegung, Punk und Pille, Reagan und Bush – all das zieht an Adaline vorüber und lässt sie unberührt. Die wunderschöne Blake Lively gleitet in einer schweigsamen, rätselhaften Darstellung durch die Jahrzehnte wie eine Göttin, einzig die wechselnde, zeitgenössische Kleidung und das Epochen-typische Set Design deuten Wandel und erlebte Erfahrung an.

Doch spätestens mit Auftreten von Michiel Huisman als Ellis wird aus der Flucht durch die Gezeiten eine anrührende Romanze, der der Zuschauer einen glücklichen Ausgang wünscht. Eine Romanze, die durch Harrison Ford, den Mann aus der Vergangenheit, zusätzliche Wucht und tragische Erschütterung erhält. Das emotionale Zentrum des Films ist aber Adalines Beziehung zu Flemming, die irgendwann älter ist als ihre Mutter, aber – in einem wundervollen Paradox, für das es keine Auflösung gibt – trotzdem ihr Kind bleibt. Gelegentlich treffen sie sich heimlich und die Fürsorge, mit der Adaline weiter mütterlich über ihre Tochter wacht, hat etwas Ergreifendes.

„Für immer Adaline“ ist ab heute im Maxx-Kino um 15, 17.20 und 19.45 Uhr zu sehen, freitags und samstags auch um 22.15 Uhr.



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