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Warum die deutsche Nationalelf seit über 100 Jahren meist in diesen Farben spielt

Fast immer in Weiß und Schwarz

Deutschland ist im Fußballrausch. Alle freuen sich auf das Endspiel, drücken der Jogi-Elf die Daumen. Die Mannschaft könnte am Sonntagabend Weltmeister werden. Sollten Hummels, Klose, Khedira & Co. einen Sieg über Argentinien hinbekommen, werden vor Freude schwarz-rot-goldene Fahnen geschwenkt. Viele Fans dürften dann wieder stolz die Trikots mit den Nummern ihrer Helden tragen. In Brasilien laufen die Deutschen fast ganz in Weiß auf. Schwarz sind bei den Kombinationen der Fußballer nur ein paar dünne Streifen. Dabei ist das Heimtrikot der deutschen Nationalmannschaft eigentlich traditionell in Weiß und Schwarz gehalten. Viele fragen sich, warum das so ist. Die von der Dewezet befragte Mitarbeiterin der DFB-Pressestelle in Frankfurt kannte des Rätsels Lösung nicht und verwies an ihre Kollegen in Brasilien. Eine Anfrage per Mail wurde gestern zwar gestellt, aber bis Redaktionsschluss nicht beantwortet.

veröffentlicht am 11.07.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 18.01.2017 um 19:05 Uhr

Ulrich Behmann

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Chefreporter zur Autorenseite

Wir haben trotzdem herausgefunden, weshalb die bevorzugten Farben der deutschen Nationalmannschaft Weiß und Schwarz sind. Um die Antwort zu finden, müssen wir allerdings mehr als 100 Jahre zurückblicken. Der Fußball-Sport kommt bekanntlich aus Großbritannien. Vermutlich spielte man ihn auf der Insel bereits im Mittelalter. Allerdings hat sich das Ballspiel, so wie wir es heute kennen, erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt und ist dann mit der Zeit immer populärer geworden. Der damals neue Mannschaftssport wurde schließlich weltweit bekannt. In Deutschland sind bereits um 1890 die ersten Fußballvereine gegründet worden. Seit 1900 gibt es den Deutschen Fußball-Bund (DFB). Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden erstmals Fußball-Meisterschaften auf internationaler Ebene ausgetragen. Die Spieler, die daran teilnahmen, waren auch Botschafter ihrer Länder und sollten diese gut sichtbar repräsentieren. Was lag da näher, als für Trikots und Hosen die Nationalfarben zu wählen? Damals war Deutschland noch ein sogenannter Staatenbund. Es gab viele kleine Einzelstaaten. Besonders einflussreich waren die Preußen. Und da die preußische Flagge Schwarz und Weiß war, lief die gesamtdeutsche Auswahl im Jahre 1908 bei ihrem ersten offiziellen Länderspiel in Weiß und Schwarz auf.

Bis in die heutige Zeit hat man an den Farben Preußens festgehalten. Modedesigner haben die Trikots und Hosen im Laufe der Zeit zwar immer mal wieder leicht verändert. Es gab schwarz-rot-goldene Streifen und Mosaike (mal mehr, mal weniger dezent), V-Ausschnitte und Rundkragen – den Grundfarben hielt man allerdings „die sprichwörtliche preußische Treue“.

Übrigens: Lange Zeit spielten die Deutschen in grünen Auswärtstrikots; unter Klinsmann gab’s sogar rote. Bei der jetzigen WM läuft die Jogi-Elf alternativ in Schwarz und Rot auf. Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff soll das so begründet haben: Rot stehe für „Aggressivität und Angriffsfreude“. Weiß und Schwarz dominierten jedoch seit Anbeginn. In den vergangenen 80 Jahren hat es bei den Deutschen nur fünf Kombinationen gegeben. Bei 85 WM-Spielen trug die Nationalelf weiß-schwarze Kombinationen.

2 Bilder
1990: Matthäus und Völler.

Das Wunder von Bern: Beim WM-Triumph 1954 in der Schweiz gewann das Team um Spielführer Fritz Walter den Titel in weiß-schwarzen Trikots.dpa



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