weather-image
23°

Tipps zum richtigen Umgang mit Wespen / Nur für Allergiker sind die Insekten eine echte Gefahr

Experte rät: Keine Angst vor Schwarz-Gelb

Im Spätsommer und Herbst schwärmen Wespen in Gärten und Siedlungen herum. Da Wespen wichtige Dienste für Landwirte und Hobbygärtner leisten, indem sie unerwünschte Insekten wie Raupen und Fliegen fangen, sollte man bei Wespennestern im eigenen Garten nicht gleich zu drastischen Maßnahmen greifen. Nabu-Artenschutzreferent Martin Franke: „Bevor ein Wespennest umgesiedelt werden soll, sollte man sich also überlegen, ob nicht doch ein Miteinander von Mensch und Wespenstaat möglich ist. Dazu geben wir Ihnen Tipps im Umgang mit den Hautflüglern.“

veröffentlicht am 13.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 19.09.2012 um 17:00 Uhr

270_008_5836578_rueck101_2009.jpg

Der Biologe warnt vor unnötiger Aufregung: „Wenn die Tiere in größerer Zahl auftreten, wird schnell von einer Plage gesprochen. Doch nicht jedes massenhafte Auftreten ist gleich ein Grund zur Panik.“ Wer ein paar Tipps zum richtigen Umgang mit Wespen befolge, könne den Tag über unbeschwert im Freien sitzen. So sollten Wespennester nur dort entfernt werden, wo oft Kinder spielen oder Menschen in direkten Kontakt mit dem Wespennest kommen könnten. Wichtig sei es, den Nestbereich nicht zu erschüttern und sich in seiner Nähe nur langsam zu bewegen, um die Tiere nicht zu reizen. Das Einflugloch dürfe nicht verstellt oder angepustet werden. Martin Franke weiter: „Wespen sind niemals grundlos aggressiv, sondern stechen nur zur Verteidigung des Nestes und ihres eigenen Lebens.“

Zurzeit werden Wespen vor allem vom Duft von Obstkuchen, Saft und Eis angelockt. Insbesondere die Gemeine und die Deutsche Wespe können dem Menschen lästig werden. Der Ärger ist vorprogrammiert, wenn die Menschen nach den gelb-schwarzen Brummern schlagen. Besonders jetzt, wenn die Wespenvölker ihre maximale Größe erreichen, werden die Hautflügler auf der Suche nach Nahrung vermehrt von süßen Speisen und Grillfleisch angelockt. „Falls sich Wespen nähern, sollte man auf keinen Fall wild um sich schlagen, sondern sie sanft wegschieben“, rät Franke. Außerdem sollten süße Speisen und Getränke im Freien abgedeckt werden, um die Wespen nicht erst anzulocken. Das gleiche gilt für Abfallbehälter, die geschlossen sein sollten. Sinnvoll ist es auch, nicht aus offenen Flaschen zu trinken. „Wer Kindern die Reste von Süßigkeiten aus dem Mundbereich abwischt, vermindert das Risiko eines Stichs“, erklärte der Biologe, „ebenso wer vermeidet, dort barfuß zu laufen, wo Fallobst am Boden liegt.“ Geeignete Vorhänge versperren den Wespen den Zugang zu Innenräumen.

Wenn man doch einmal von einer Wespe gestochen worden sei, so Franke, solle man Ruhe bewahren. Wespenstiche führten bei normalgesunden Menschen zu einer etwa zwei Tage lang druckempfindlichen Hautschwellung und einem anfangs ziehenden Schmerz, bedeuteten aber keine weiteren Gesundheitsschäden. Ein Sonderfall sind Allergiker. Diese Allergie äußert sich in Reaktionen, die weit über eine lokale Schwellung hinausgehen. Bei Symptomen wie Ohnmacht, Schwindel, Übelkeit oder bei Stichen im Mund sollte umgehend ärztliche Hilfe geholt werden! Der Artenschutzexperte: „Personen mit allergischen Reaktionen erhalten Erste-Hilfe-Ausrüstungen und Medikamente vom Arzt. Eine Wespenallergie lässt sich auch erfolgreich behandeln.“ Kleiner Trost: Bis Ende Oktober sind die Wespen verschwunden. Dann können auch die Nester abgeräumt werden.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?