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Ein Überblick über kostenlose Streamingportale

Es muss nicht immer Netflix sein

Streaming-Portale wie Netflix, Amazon Prime oder Maxdome haben das Sehverhalten der Zuschauer weltweit beeinflusst. Während es früher nur lineares Fernsehen gab, kann man sich heute ganz einfach sein eigenes Programm zusammenstellen. Dabei bieten nicht nur die eingangs erwähnten Angebote reichlich Filme, Serien und Dokus, es gibt auch diverse kostenlose Alternativen. Ein Überblick.

veröffentlicht am 18.06.2018 um 07:00 Uhr

Filmfans leben in paradiesischen Zeiten: Das Streaming-Angebot ist schier unbegrenzt. Foto: Pixabay
Nicole Trodler

Autor

Nicole Trodler Onlineredakteurin zur Autorenseite
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Watchbox

Der Streaming-Dienst „Watchbox“ ist aus dem 2006 von RTL gegründeten Clip-Portal „Clipfish“ hervorgegangen, das ursprünglich YouTube Konkurrenz machen sollte. Es dauerte jedoch nicht lange und die Betreiber erkannten, dass das Modell, nur auf die Inhalte von Nutzern zu setzen, keinen Erfolg brachte. Während man sich zunächst auf professionell produzierte Clips verlegte, gab es später noch einen Umschwung von kurzen Clips auf längere Inhalte. Im Sommer 2017 erfolgte dann die endgültige Umorientierung inklusive eines neuen Namens. Seitdem will „Watchbox“ sich als Portal für besondere Filme und Serien etablieren. Besonders die große Auswahl an Anime-Inhalten sticht dabei positiv hervor. Das weitere Angebot besteht auf den ersten Blick größtenteils aus B-Movies oder älteren Filmen bekannter Schauspieler. Vereinzelt sind auch bekanntere Produktionen zu finden, wie „Willkommen bei den Sch‘tis“, „The Machinist“ oder „Little Britain“. Die Klassiker-Abteilung bietet eine Auswahl von Filmen der Kult-Regisseure Alfred Hitchcock und Claude Chabrol.

Fazit: Anime-Fans werden dank des großen Angebots sicher schnell fündig, alle anderen müssen etwas stöbern. Bei der Suche hilft ein Blick in die einzelnen Genres. Außerdem sind thematisch ähnliche Filme in Sammlungen zusammengefasst.

Zudem kann über Apps mobil oder auf dem Smart-TV gestreamt werden.

Netzkino

Anders als „Watchbox“ ist „Netzkino“ 2010 nicht als YouTube-Konkurrenz, sondern als Teil des Videoportals gestartet. Der YouTube-Kanal besteht immer noch, mittlerweile gibt es jedoch eine eigene Webseite. Das Portal finanziert sich über Werbung und seit Ende 2017 zusätzlich über eine bezahlpflichtige Variante namens „NetzkinoPlus“. Mehrere tausend Filme stehen zur Auswahl, allerdings auch hier nur wenige bekannte, sondern bevorzugt Genrefilme oder Independent-Produktionen. Die bekannteren Filme sind zudem meist nur für Abonnenten zugänglich.

Fazit: Durch das Nebeneinander von kostenlosen und bezahlpflichtigen Inhalten gibt es einen gewissen Frustfaktor. Nämlich dann, wenn man einen interessanten Film gefunden hat, nur um festzustellen, dass man ihn erst nach der Registrierung anschauen kann.

Internet Archive

Das „Internet Archive“ ist eigentlich nicht wirklich ein Streaming-Portal, sondern – wie der Name schon sagt – ein Archiv. Und zwar ein digitales Archiv für Texte, Bücher, Audiodateien, Bilder, Software und eben auch für Videos. Im Videobereich gibt es eine große Zahl von Filmen, Serien und TV-Produktionen, für die die Rechte bereits erloschen sind und die damit gemeinfrei sind. Zur Auswahl stehen beispielsweise Klassiker des deutschen Films wie „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ oder „Das Cabinet des Dr. Caligari“. Außerdem gibt es viele Clips des Komikers Charlie Chaplin. Die Videos können entweder direkt auf der Internetseite gestreamt oder auch heruntergeladen werden.
Fazit: Vor allem Liebhaber älterer Werke aus der Frühzeit des Kinos kommen hier auf ihre Kosten. Allerdings sollte man die englische Sprache beherrschen, denn da es sich um ein US-Portal handelt, ist die Webseite auf Englisch, bei den Stummfilmen gibt es fremdsprachige Zwischentitel und bei den Tonfilmen entsprechende Tonspuren.

Viewster

Das Streaming-Portal „Viewster“ wurde 2007 gegründet, der Firmensitz ist in Zürich. Blockbuster sucht man auch hier vergeblich, dafür gibt es eine breite Auswahl internationaler Produktionen. Koreanische Drama-Filme sind sogar in einer eigenen Kategorie zusammengefasst. Ein besonderes Highlight ist der Film „Transamerica“, für den Hauptdarstellerin Felicity Huffmann 2006 den Golden Globe erhielt und für den Oscar nominiert war. Neben kostenfreien Filmen können in mehreren Kanälen (Channels) kurze Videoclips aus den Bereichen Comedy, Spiele und Animation geschaut werden. Auch einen eigenen Blog rund um die Themen Anime, Manga und Gaming gibt es.
Fazit: „Viewster“ ist ein Angebot für Anime-Fans und auch für Menschen, die Filme abseits des Mainstreams mögen. Wer das Angebot nutzen möchte, sollte des Englischen mächtig sein, denn der Dienst ist ausschließlich in dieser Sprache verfügbar. Auch manche Filme gibt es nur mit englischer Tonspur.

Mediatheken

Einen reichen Fundus an Filmen und Serien bieten die Mediatheken der bekannten Fernsehsender. Allein die ARD hat zwölf Mediatheken, darunter eine für jede Rundfunkanstalt und eine für die Deutsche Welle. In der Mediathek des ZDF sind auch die Inhalte der Spartensender ZDFneo und ZDFinfo zu sehen. Während die Angebote der öffentlich-rechtlichen Sender komplett kostenfrei sind, muss man bei den Privatsendern differenzieren. Über „TV Now“ können Inhalte der Sender RTL, VOX, RTL2, RTL Nitro, Super RTL, n-tv, RTLplus, TOGGO Plus und NOW US gestreamt werden. Am PC oder Laptop sind die Sendungen bis zu 30 Tage nach TV-Ausstrahlung kostenlos abrufbar. Wer die Inhalte per App auf Smartphone, Tablet oder Smart-TV streamen will, muss monatlich 2,99 Euro bezahlen. Auch die zu einer Familie gehörenden TV-Sender ProSieben, SAT.1, kabel eins, sixx, ProSieben MAXX, SAT.1 Gold, DMAX, TLC, Eurosport und kabel eins Doku haben eine gemeinsames Streaming-Angebot names „7TV“. Dieses ist sowohl auf der Webseite als auch bei einer Nutzung auf dem Smart-TV oder per App kostenlos.

Fazit: Die Auswahl ist riesig, allerdings sind nur die eigenproduzierten Filme und Serien längere Zeit zugänglich. Eingekaufte Inhalte sind entweder gar nicht oder nur zeitlich begrenzt verfügbar.



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