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In den 60er Jahren wird am Doktorsee kräftig investiert / Notizen der Zeit

Erwartungen gehen steil nach oben

Seit 250 Jahren steht die Schaumburger Zeitung für Nachrichten aus der Region für die Region. Im Jubiläumsjahr stehen Woche für Woche an dieser Stelle Zeitungsmeldungen aus den vergangenen drei Jahrhunderten, angereichert durch Material aus Museum und Stadtarchiv.

veröffentlicht am 24.03.2012 um 00:00 Uhr

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Vor 50 Jahren 23. März 1962

Die Gastronomie am Doktorsee wird im zweiten Jahr ihres Bestehens ausgebaut. Das Lokal „Doktorseeterrassen“ wird bedeutend erweitert und durch eine Ladentheke nach draußen ergänzt. Außerdem sind Toilettengebäude für Camper und Badegäste im Bau. Der ehemalige Kiesteich hat sich in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Freizeit- und Naherholungsgebiet entwickelt. Die Erwartungen für die Zukunft gehen weiter steil nach oben.

Vor 130 Jahren 24. März 1882

An der reformierten Jakobi-Kirche wird eine Fußgänger-Brücke über die Exter gebaut. Initiator ist der Verschönerungsverein Rinteln, der sich der Verbesserung der Spazierwege angenommen hat.

Vor 60 Jahren 25. März 1952

In der Nordstadt wird die Verbindungsstraße zwischen Kröner- und Schraderstraße, an der sich die städtischen Neubauwohnungen für Flüchtlinge befinden, „Saarweg“ benannt. Die Namenswahl ist ein Zeichen der Solidarität. Das Saarland befindet sich unter französischem Protektorat und wird erst 1955 nach einer Abstimmung Teil der Bundesrepublik werden.

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Vor 60 Jahren 26. März 1952

Das Gebäude der neuen Volksschule in der Mönchebreite (heute Grundschule Nord) ist im Rohbau fertig. Der mächtige, 68 Meter lange Bau soll die extreme Raumnot in den Rintelner Schulen lindern. Der Zustrom der Vertriebenen hat die Schülerzahlen der Stadtschule in der Schulstraße (heute Grundschule Süd) auf mehr als 1.200 fast verdoppelt.

Vor 120 Jahren 28. März 1892

Der Rintelner Verein Gemeinsinn erklärt sich für aufgelöst. Er hatte seit 1871 nur noch einmal getagt, und zwar im vergangenen Jahr. Ziel des Vereins war die Hebung des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens.

Vor 70 Jahren 28. März 1942

Mit einem Sammeltransport der Polizei werden 23 Rintelner Juden aus dem „Judenhaus“ Dauestraße 1 abtransportiert. Hier sind die noch nicht ins Ausland Geflohenen zwangsinterniert. Der Transport der Familien, zu denen auch kleine Kinder gehören, geht zur ehemaligen jüdischen Gartenbauschule Ahlem bei Hannover, die als Sammellager für den Weitertransport in die Konzentrationslager dient. Die Rintelner Juden kommen zunächst in das Ghetto Theresienstadt in Böhmen. Von hier aus gehen die Transporte in die Ermordungslager Auschwitz, Majdanek und Treblinka. Den letzten fünf in Rinteln verbliebenen Juden bleibt noch eine Frist bis zum Sommer. Am 23. Juli werden auch sie über Ahlem in die Todeslager deportiert.

In den 60er Jahren entwickelte sich der Doktorsee zum Naherholungsgebiet. Foto: Museum



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