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Ein Tag zum Fürchten?

Verschwörungstheoretiker sind sich sicher: Der 11. März bringt Unheil

veröffentlicht am 11.03.2013 um 00:00 Uhr

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Autor:

Alisa reineking
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Ist der 11. März ein Tag wie jeder andere, oder doch ein Grund, um in Panik zu geraten, weil heute etwas furchtbar Schlimmes passieren wird? Dieser festen Überzeugung sind jedenfalls Verschwörungstheoretiker. Ihre Begründung: Allein im 21. Jahrhundert haben sich am 11. März innerhalb von acht Jahren drei gravierende Ereignisse zugetragen.

Da wäre zunächst der 11. März 2004, an dem in der spanischen Hauptstadt Madrid zehn mit Sprengstoff gefüllte Koffer in dicht besetzten Zügen explodierten. Fast 200 Opfer und zahlreiche weitere Verletzte brachte die Katastrophe mit sich, noch heute müssen sie mit den Verstümmelungen aufgrund des Terroranschlags leben.

Danach folgte 2009 der Amoklauf in Winnenden, bei dem ein Schüler der Albertville-Realschule in der Nähe von Stuttgart skrupellos um sich schoss und damit 15 Menschen und zuletzt sich selbst das Leben nahm.

Des Weiteren gab es noch die Nuklearkatastrophe von Fukushima, die zwar nicht durch Menschenhand, sondern durch ein Erdbeben und einen daraus folgenden Tsunami ausgelöst wurde. Dennoch fand auch dieses Unglück am 11. März des Jahres 2011 statt und forderte die meisten Opfer: Mehr als 19 000 Menschen starben, über Hunderttausende wurden obdachlos.

Und auch das Attentat auf das World Trade Center in New York fand zwar nicht am 11. März, aber dennoch am 11. eines Monats statt: im September 2001. Somit wird dieser Tag als ein weiteres Indiz für die bösartige Elf angeführt.

Der 11. März: ein Datum des Bösen oder doch alles nur Zufall?

Verschwörungstheoretiker sind sich sicher: Die Elf bringt Unheil mit sich. Diese Behauptung stützen sie auf verschiedene Thesen.

Ein erster Grund für die Elf als Zahl des Bösen findet sich in der Bibel, denn Elf zählt um eins mehr als die Zehn Gebote und steht somit für Sündhaftigkeit.

Des Weiteren belegen Verschwörungstheoretiker sogar mathematisch, dass die Zahl Elf nichts Gutes verheißt: Addiert man den 11.09.01, also das Datum des Attentats auf das World Trade Center in New York, mit dem 10.03.11, einem Tag, der fast dem Datum der zuvor genannten Katastrophen des 21. Jahrhunderts entspricht, erhält man das Datum 21.12.2012. Wie bekannt ist, wurde der 21.12.2012 bereits vom Maya Kalender als Datum des Weltuntergangs prophezeit.

Dass die zuvor genannten Katastrophen zwar erst am 11. März, also einen Tag später als in der obigen Rechnung stattgefunden haben, und dass die Welt auch noch nicht untergegangen ist, lassen die Theoretiker dabei locker außen vor (wer lässt sich schon gerne eine schöne Verschwörungstheorie durch Fakten kaputtmachen?) und sehen sich stattdessen durch einen weiteren Sachverhalt in ihrer Theorie bestätigt: Bildet man die Quersumme des 21.12.2012, erhält man wieder jene verhängnisvolle Zahl: die Elf!

Ist das jetzt also ein Grund, den Großeinkauf zu starten und sich dann damit im Keller zu verstecken? Vermutlich nicht, denn bisher war wenig Verlass auf die Prophezeiungen, die uns Verschwörungstheoretiker gemacht haben.

Auch wenn wir uns nicht hundertprozentig sicher sein können – aller Wahrscheinlichkeit nach wird auch heute die Welt nicht untergehen. Und falls doch, bleibt die Frage offen, ob der Weltuntergang wirklich der bösartigen Elf zuzuschreiben ist.



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