weather-image
Radroute „WeserErleben“ kommt wahrscheinlich im Frühjahr 2017 – und kostet noch ein wenig mehr

Ein Jahr Verspätung

Hessisch Oldendorf/Rinteln. Er kommt – aber später. Eigentlich wollte man mit dem Radweg „WeserErleben“ zwischen Hessisch Oldendorf und Rinteln bereits im ersten Halbjahr 2016 starten. Doch wie so oft bei Projekten mit langwierigen Antragsverfahren ist der Plan ein Opfer der Bürokratie geworden. Wahrscheinlich um ein Jahr werde sich das Projekt verschieben, sagt Karl-Heinz Buchholz, Geschäftsführer des Naturpark Weserbergland, dann aber soll es losgehen.

veröffentlicht am 17.02.2016 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:05 Uhr

270_008_7834552_rueck101_1702_1_.jpg
Dorothee Balzereit

Autor

Dorothee Balzereit Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite

Der Grund sei eine neue europäische Förderkulisse, für die zunächst eine Richtlinie geschaffen werden musste. Die insgesamt geförderte Summe liegt nun bei 65 und nicht mehr bei 70 Prozent. Von 80 Prozent Fördermitteln war man ganz am Anfang ausgegangen. 260 000 Euro – auch hier waren es zunächst nur 200 000 Euro – soll der Radweg insgesamt kosten, 50 Prozent davon bezahlt die EU und 15 das Land, der Rest verteilt sich auf die beiden Kommunen.

Im Dezember ist mit der neuen Richtlinie nun die Rechtsgrundlage für das Land Niedersachsen geschaffen worden. Derzeit werden die Anträge bei der N-Bank gesammelt, danach werde bewertet und entschieden. „Wenn es gut läuft, bekommen wir die Bewilligung im Sommer, dann kann der Radweg im Frühjahr 2017 realisiert werden“, sagt Buchholz und ergänzt: „Die Anfänge sind bei jeder Förderung sehr holprig.“

Das Projekt selbst bewertet Buchholz als beispielhaft für den Bereich Umwelt und Bildung, „das ist sanfter Tourismus, wie er besser nicht sein kann.“

Der Radweg soll rund 30 Kilometer lang sein und Radfahrern besondere Anziehungspunkte im Bereich zwischen Hessisch Oldendorf und Rinteln nahebringen. Entlang der Strecke sollen in acht Stationen auf Tafeln Informationen zur Entstehung der Weserniederung und der Weserauen, zur Flora und Fauna in und an der Weser, zur Weser als Verkehrs- und Lebensader, aber auch zum Kiesabbau und Folgenutzungen gegeben werden. Schwerpunkt des Projektes ist das Naturschutzgebiet in Hohenrode. Von einem Aussichtsturm innerhalb des ehemaligen Kiesabbaugebietes soll den Besuchern die Möglichkeit gegeben werden, ungestört Vögel wie Fischadler, Flussseeschwalbe usw. zu beobachten. In einer Schutzhütte in direkter Nachbarschaft zur Weseraue sollen Antworten auf Fragen wie „Was ist so besonders an dieser Auenlandschaft?“ oder „Was macht sie so schützenswert?“ gegeben werden.

Als besonders gilt die Auenlandschaft in Hohenrode: Auf dem Grundstück, das der Nabu gekauft hat, sollen eine Schutzhütte, ein Infopunkt und – als besonderes Highlight – ein Aussichtsturm mit Fenstern entstehen. So bleibt die Tierwelt ungestört.

Das Highlight hat allerdings auch für eine Kostensteigerung von 60 000 Euro gesorgt: Ursprünglich sollte das Projekt mit insgesamt 200 000 Euro finanziert werden.

Bis auf kleine Modifikationen seien momentan keine weiteren Änderungen bei dem Projekt nicht zu erwarten, sagt Buchholz. Eine geringfügige Änderung sei zum Beispiel die Verlegung eines Beobachtungspunktes, weil es Probleme bei Hochwasser geben könnte.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt