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Ruth Sroka engagiert sich wochenlang, um kleine Kartäuserkatze zu retten / Neue Familie gefunden

Ein Heimtier mit bewegter Geschichte

Hameln (ch). Seit ein paar Wochen heißt sie Annette. Sie hat ein neues Zuhause, ist glücklich und zufrieden. Doch noch vor ein paar Monaten lebte sie allein und namenlos auf der Straße. Annette ist eine Katze.

veröffentlicht am 13.02.2013 um 06:00 Uhr

„Ich habe sie zum ersten Mal im September am Straßenrand gesehen, als ich mit dem Rad zum Einkaufen gefahren bin“, erzählt Ruth Sroka. Die 85-Jährige aus Amelgatzen hat ein Herz für Katzen. 16 Stück habe sie selbst schon besessen, sagt sie. Sie hatte Mitleid mit der kleinen jungen Kartäuserkatze, die offensichtlich heimatlos am Straßenrand der Hauptstraße zwischen Hämelschenburg und Emmerthal neben dem Feld herumlungerte. Sie informierte das Tierheim. Dort hieß es, sie solle das Tier herbringen. Also fuhr sie am nächsten Tag wieder los. Und wieder. Wochenlang. „Solange das Gras am Wegrand nicht gemäht war, war es so hoch, dass sie sich gut verstecken konnte“, sagt sie. Im Oktober zeigte sich das kleine Tier dann wieder – jedoch nicht Ruth Sroka, sondern ihrer Tochter und Enkeltochter, die aus Hamburg zu Besuch kamen. „Die Katze ist wieder da“, informierten sie Ruth Sroka. Sehr abgemagert sei das Tier gewesen. Man müsse etwas tun, damit die Blaue Kartäuserkatze nicht verhungere, beschloss die Familie. Nach mehreren Anrufen wurde über das Tierheim eine Lebendfalle organisiert. Und dann hieß es wieder warten.

„Ich bin jeden Tag am Mittag wieder hingefahren, um etwas Neues zu Fressen in die Falle zu tun“, sagt Ruth Sroka. Am nächsten Tag waren die Leckerli immer weg. Ob es die kleine Katze oder ein anderes Tier gewesen sei, sei nicht zu erkennen gewesen. Eines Tages war die Falle dann zu. „Man kann sich nicht vorstellen, was das für ein Glücksgefühl war, als ich die Katze gesehen habe“, sagt Ruth Sroka. Überglücklich lief sie zu einem Mann, der auf dem Feld arbeitete, um Hilfe zu holen. Ein Handy habe sie schließlich nicht gehabt, um das Tierheim zu informieren. „Haben Sie ein Handy, können Sie für mich einen Anruf machen“, habe sie den Arbeiter aufgeregt gefragt. Und sie hatte Erfolg. Gemeinsam mit der geretteten Katze wartete sie, bis das Tierheim kam, um ihren Schützling zu übergeben.

„Ich habe immer gehofft, dass es ihr gut geht und sie vielleicht jemand aus dem Tierheim holt“, sagt sie. Selbst habe sie das Tier leider nicht aufnehmen können. Doch sie besuchte das Kätzchen, das Annette getauft wurde. Und nachdem in der Dewezet ein kleiner Bericht über Annette erschienen war, konnte sie jetzt in ein neues Zuhause umziehen. Der Einsatz von Ruth Sroka hat damit ein richtiges Happy End.

Die blaue Kartäuserkatze Annette hat schon viel erlebt. Foto: Archiv



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