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„Focus“: Inspiriert von Vorbildern wie „Thomas Crown“ und den „Ocean‘s“-Filmen

Edel in Szene gesetzt

Alles beginnt damit, dass Nicky (Will Smith), über den der Zuschauer noch nichts weiß, abends in einer Hotelbar die schöne Jess (Margot Robbie) kennenlernt. Praktischerweise hat sie hier auch ein Zimmer gebucht, dem Abenteuer steht nichts mehr im Wege. Plötzlich steht Jess‘ Mann, so behauptet sie jedenfalls, in der Tür – Nicky soll ganz offensichtlich wegen des Schäferstündchens erpresst und ausgenommen werden. Doch er dreht mit ungeheurer Chuzpe den Spieß einfach um, schlägt den Kerl in die Flucht und nimmt Jess, die Amateurdiebin, unter seine Fittiche. Denn Nick ist ein Trickbetrüger im großen Stil – und Jess wird seine gelehrige Schülerin. Staunend sieht sie zu, wie Nicky und seine Crew einen asiatischen Geschäftsmann im Football-Stadion um seine Millionen bringen. Doch dann lässt Nicky die rassige Blondine einfach sitzen – Liebe und Geschäft lassen sich nicht vereinbaren. Ein Berufsethos, der einige Jahre später in Buenos Aires, beim nächsten Coup, zum Problem wird …

veröffentlicht am 05.03.2015 um 06:00 Uhr

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Autor:

Michael Ranze

Das Regieduo Glenn Ficarra und John Requa hat sich bei seinem – von den schönen Bildern über die erlesenen Set-Designs bis zu den spektakulären Drehorten – edel in Szene gesetzten Krimi „Focus“ von zahlreichen Vorbildern, von „Thomas Crown ist nicht zu fassen“ bis zu „Der Clou“, von „Topkapi“ bis zu „Ocean’s 11“, inspirieren lassen. Das führt zwangsläufig dazu, dass man als Zuschauer nicht mehr vorhersagen kann, wie ein Coup enden wird. Doch hat man erst einmal begriffen, dass ausweglose Situationen immer eingeplant sind, mit zum Teil fantastischen, unglaubwürdigen Prämissen, verpufft die Spannung: Man muss sich um Nicky eigentlich keine Sorgen machen.

Immerhin: Einige Inszenierungen, etwa die atemberaubende, an ein Ballett erinnernde Choreografie der Taschendiebe im French Quarter von New Orleans, sind originell anzuschauen und machen Spaß. Doch die Wortscharmützel zwischen Nicky und Jess, das ewige Spiel zwischen Anziehung und Abneigung, halten nur den Verkehr auf.

„Focus“ läuft im Hamelner Maxx-Kino täglich um 18.10 und 20.05 Uhr, Fr. und Sa. auch um 22.50 Uhr.

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