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Italienisches Restaurant im Test

Dolce vita in Hameln: So schmeckt‘s im Castello

Hamelns Altstadt ist malerisch. Ein bezaubernder Ort mit gewundenen Gassen und verwinkelten Ecken. In diese Umgebung passt das Restaurant Castello an der Fischpfortenstraße perfekt. Hier gibt es mediterrane Küche mit italienischem Schwerpunkt. Lohnt sich ein Besuch? Styles of Hameln hat die Antwort.

veröffentlicht am 05.04.2018 um 07:30 Uhr

Wer auf der Suche nach einer leckeren Pizza ist, wird im Castello fündig. Foto: ms
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite

Ein kleiner, aber dafür urgemütlicher Gastraum und eine freundliche Atmosphäre erwarten den Gast im Inneren des Castellos. Wer ein entspanntes Gespräch mit seinen Tischnachbarn führen möchte, ist hier genau richtig. Wer hingegen unter Zeitdruck steht, sollte sich lieber etwas anderes suchen. Die Gerichte, die nach Möglichkeit in Bioqualität hergestellt werden und aus der Region stammen, sind es allerdings auch wert, genossen zu werden.

Besonders positiv fanden wir bei unserem Besuch im Castello, dass Köchin und Betriebsleiterin Julia Weber die Möglichkeit anbietet, alle Speisen auch glutenfrei bestellen zu können. Ohne eine Vorauswahl treffen zu müssen, reiche es, einen Tag zuvor Bescheid zu geben, dass jemand mit Zöliakie am Essen teilnimmt. Ob der oder diejenige sich dann schließlich am Tisch für Pizza, für Pasta, Brot oder doch lieber ein Fleischgericht entscheidet, sei egal, versichert uns Weber. Und auch für Veganer soll es geeignete Gerichte geben. Wir finden: Ein tolles Angebot, dass den Zeitgeist trifft.

An einem kleinen Tisch am Fenster genießen wir die leise Hintergrundmusik und das gedämpfte Licht im Restaurant. Die Backsteinwände sorgen für eine warme Atmosphäre. Im Castello wechselt die Speisekarte alle paar Tage. Dies sei dem Anspruch an frische Zutaten geschuldet, erklärt uns Weber. Trotz der „nur“ zwei Seiten Länge finden wir die Karte mit einer guten Auswahl bestückt. Wer allerdings die hausgemachte Pizza und Pasta links liegen lässt, der hat unserer Meinung nach etwas gehörig falsch gemacht. Die Pizza mit Rucola und Parmaschinken für 13 Euro ist ein Gedicht und das Castello allein schon deswegen einen Besuch wert.

Ein Selfie muss sein: Food-Tester Maike (li.) und Franziska (re.) haben Chefin Julia Weber in ihre Mitte genommen. Foto: ms
  • Ein Selfie muss sein: Food-Tester Maike (li.) und Franziska (re.) haben Chefin Julia Weber in ihre Mitte genommen. Foto: ms
Gemütlich: das Castello. Foto: ms
  • Gemütlich: das Castello. Foto: ms

Die frische Pasta mit Bio-Hokaido-Kürbis für 12 Euro ist ebenfalls nicht zu verachten. Als unverbesserliche Soßen-Fans hätten wir uns hier zwar mehr zum Eintunken gewünscht, leer geworden ist der Teller aber trotzdem in rasanter Geschwindigkeit.

Während Pizza und Pasta zu den Gerichten gehören, die man wohl in jeder Stadt einigermaßen problemlos bekommt, hat uns das Angebot der übrigen Hauptspeisen im Castello ebenfalls positiv überrascht. Unter anderem stand bei unserem Besuch „Irisches Entrecote vom Angus“ für 22,90 Euro auf der Karte sowie eine ganze Dorade vom Grill für 17 Euro oder ein halber Fasan aus dem Ofen für 18 Euro. Wir probieren das Hirsch-Ossobuco für 18 Euro und können dazu aus verschiedenen Beilagen wählen. Unser Gemüse kommt in Form eines Türmchens aus Pastinakenpüree, ummantelt mit einem Blatt schwarzen Kohl auf einem Bett aus Gelbe-Beete-Scheiben. So toll wie es klingt hat es auch geschmeckt. Gegen Aufpreis von zwei Euro haben wir noch ein paar blaue Kartoffeln dazubekommen. Insgesamt ein hochwertiges Gericht, auch wenn das Hirschfleisch stellenweise etwas zäh war.

Den Abschluss unserer kulinarischen Italien-Reise machen ein Stück super-cremige Tiramisu-Torte und ein erfrischendes Glas Mango-Minz-Sorbet. Nach gut drei angenehmen Stunden verlassen wir das Castello wieder mehr als gut gesättigt, aber ohne dabei ein schweres Gefühl im Magen zu haben.

Besonders bemerkenswert: Statt Übriggebliebenes wegzuschmeißen, verschenkt Julia Weber das Essen vor Betriebsschluss lieber an Bedürftige. In einem gemeinschaftlichen Foodprojekt werden Lebensmittel gerettet und Weber ermöglicht es Leuten mit wenig Geld, kostenlos oder für kleines Budget einen schönen Abend zu verbringen.

Wer jetzt Hunger bekommen hat und mehr über regionale Food-Tests lesen möchte, wird bei Styles of Hameln, dem neuen Hamelner Lifestyle-Blog, unter www.stylesofhameln.de fündig. Dort wird über Essen, Mode, Menschen und Wohnen berichtet. Und das alles direkt aus dem Weserbergland.



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