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Sechs Tipps

Diese Jim-Jarmusch-Filme sollten Sie kennen

Er ist der Meister des langsamen Erzählens und der skurrilen Charaktere und gilt als Ikone des Independent-Kinos: Zum 66. Geburtstag von Jim Jarmusch geben wir sechs Empfehlungen für einen Film-Abend.

veröffentlicht am 20.01.2019 um 13:00 Uhr
aktualisiert am 22.01.2019 um 11:30 Uhr

Stranger than Paradise

New York City, Cleveland und schließlich Florida: In drei Episoden begleiten wir den Hipster Willie bei seinen Erlebnissen. In New York bekommt er Besuch von seiner ungarischen Cousine Eva, diese besucht er dann gemeinsam mit seinem Freund Eddie in Cleveland und alle drei reisen zusammen nach Florida. Viel mehr passiert in diesem knapp 90 Minuten langen Film aus dem Jahr 1984 nicht, erzählt wird Alltägliches, das aber durch die Charaktere, die ruhige Kameraführung und die Filmmusik zu etwas Besonderem wird.

Down by Law

„Halb Märchen, halb Albtraum“ nannte Jim Jarmusch seinen Schwarz-Weiß-Film „Down by Law“ aus dem Jahr 1986. In märchenhaft-poetischen Bildern fängt Jarmusch den verblassenden Glanz des amerikanischen Südens ein. Seiner Folklore beraubt, scheint das Land Louisiana nur aus hoffnungslosen Freaks und Polizisten zu bestehen. Durch ungünstige Umstände in Haft geraten, teilen sich Zack (Tom Waits), ein heruntergekommener DJ, und Jack (John Lurie), ein arroganter Zuhälter, höchst ungern eine Zelle in New Orleans, bis der italienische Tourist Roberto (Roberto Benigni) zu ihnen stößt. Der lebhafte Europäer findet einen Fluchtweg. In der gefährlichen Sumpflandschaft lernen sich die drei Exzentriker schätzen. Als sie zu einer Imbissbude kommen, begegnet Roberto der Italienerin Nicoletta, bei welcher er bleibt. Jack und Zack ziehen weiter, nur um sich an der nächsten Weggabelung für immer zu trennen. Die Film-Presse lobt: „Eine ironische Komödie, die in märchenhafter Form von den Bemühungen um Menschlichkeit in einer desolaten Umwelt berichtet.“

Night on Earth

Auch dieser Film aus dem Jahr 1991 erzählt von den Begegnungen unterschiedlichster Menschen. In fünf Taxis in fünf verschiedenen Städten rund um die Welt treffen sie aufeinander, teilen einen Bruchteil ihres Lebens, reden miteinander oder aneinander vorbei, gehen am Ende der Fahrt wieder eigene Wege – und für den Fahrer beginnt alles von vorn. Die Episoden spielen in Los Angeles, New York, Rom, Paris und Helsinki und sind in den jeweiligen Landessprachen gedreht, um die landestypische Atmosphäre zu erhalten.

Dead Man

In diesem Film aus dem Jahr 1995 erzählt Jarmusch die Geschichte eines jungen Mannes namens William Blake (gespielt von Johnny Depp), der vom Buchhalter zum Gesetzlosen wird. Nachdem Blake in Notwehr einen Mann erschießt, lernt er auf der Flucht vor mehreren Kopfgeldjägern den Indianer Nobody kennen. „Ein stilistisch und dramaturgisch mehrfach gebrochener Film, der Elemente des Westerns zu einer Art metaphysischer Reise benutzt“, schreibt das Lexikon des internationalen Films.

Coffee and Cigarettes

„Ich habe einen ganzen Film über das gemacht, was aus Filmen herausgenommen werden könnte“, hat Jim Jarmusch einmal über diesen Episoden-Film aus dem Jahr 2003 gesagt. Gezeigt werden elf verschiedene Kaffeepausen, in denen die unterschiedlichsten Charaktere aufeinandertreffen – viele bekannte Freunde des Regisseurs spielen sich selbst, unter anderem sind die Schauspieler Bill Murray und Roberto Benigni sowie die Musiker Megan und Jack White (White Stripes) dabei. Bei Kaffee und Zigaretten entspinnen sich dann skurille Gespräche über das Leben, die Arbeit und Elvis Presleys angeblichen bösen Zwillingsbruder. Unter den insgesamt elf Episoden befindet sich auch der bereits 1993 veröffentlichte Kurzfilm „Somewhere in California“, in dem Tom Waits und Iggy Pop darüber diskutieren, mit dem Rauchen aufzuhören, nur um sich gleich wieder eine Zigarette anzuzünden.

Broken Flowers

„Don ist ein Don Juan, der von seiner Vergangenheit eingeholt wird.“ – Mit diesen Worten beginnt der Trailer des 2005 erschienenen Films und damit ist die Ausgangslage auch schon gut beschrieben. Bill Murray spielt Don Johnston, der eines Tages einen anonymen Brief erhält, in dem ihm mitgeteilt wird, dass er der Vater eines 19-Jährigen Jungen ist. Gedrängt von seinem Nachbarn, macht sich Don dann auf die Suche nach der Briefeschreiberin und nach seinem Sohn. Die vier Verflossenen, die er besucht, sind ihm dabei keine große Hilfe.



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