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Aus der Weihnachtsbäckerei nicht wegzudenken

Der besondere Duft von Zimt

HAMELN. Mhm, wie das duftet, wenn frisch gebackene Plätzchen aus dem Ofen kommen. Wohl keine andere Zeit im Jahr ist so voller herrlicher Düfte wie die Weihnachtszeit. Es riecht nach frisch geschnittenen Tannenzweigen, nach Lebkuchen, Bienenwachskerzen, Bratäpfeln, Punsch, Glühwein, nach gebrannten Mandeln und Zimt.

veröffentlicht am 13.12.2016 um 14:47 Uhr
aktualisiert am 13.12.2016 um 15:30 Uhr

Naturbelassene Zimtsorten sind am Stand von Christian Frevert derzeit heiß begehrt. Foto: sto
Stolte Christiane

Autor

Christiane Stolte Reporterin

Zwar wird er das ganze Jahr über als Gewürz eingesetzt, in der Weihnachtszeit läuft er jedoch zur Hochform auf. Ein Prise Zimt im Rotkohl, im Rosenkohl, in der Bratensoße, in der Milch, im Kakao, im Tee, im Dessert, im Keksteig – die getrocknete Rinde des Zimtbaumes setzt den weihnachtlichen Gerüchen ein i-Tüpfelchen auf. Auf den Punkt gebracht: Weihnachten riecht nach Zimt. Wer beim Kauf auf Frische setzt, ist auf dem Wochenmarkt gut bedient. Eine große Auswahl gibt es am Stand von Freverts Naturprodukten. „Zimt gehört in dieser Zeit zu den beliebtesten Gewürzen“, weiß Christian Frevert. Der Gewürzhändler aus Lemgo hat Cassia-Pedang-Zimt aus Indonesien und Ceylon-Canehl-Zimt im Sortiment – als Stangen oder gemahlen. Für die weihnachtliche Küche eignen sich beide Sorten. Der aus den Innenrinden junger Äste des Zimtbaumes gewonnene Canehl-Zimt enthalte im Gegensatz zu anderen Zimtsorten nur wenig von dem pflanzlichen Aromastoff Cumarin, sei deshalb auch milder im Aroma. Laut einiger Studien könnte Cumarin bei einigen Menschen mit vorgeschädigten Organen zu Leber- und Nierenschäden führen – allerdings nur dann, wenn sie es in größeren Mengen zu sich nehmen würden. Die Studien stammen allerdings aus den 1980er Jahre, als es noch erlaubt war, synthetisches Cumarin als Aromastoff unbegrenzt in Lebensmittel und Getränke zu mischen.

Alle Zimtsorten sollen der Gesundheit förderlich sein. „Zimt ist ein äußerst effektives Heilmittel“, kann in dem ganzheitlichen Gesundheitsportal „Zentrum der Gesundheit“ nachgelesen werden. Zimt senke den Blutzucker und den Cholesterinspiegel, kurbele als wärmendes Gewürz den Stoffwechsel an, was beim Abnehmen helfen könnte, und er bringe das Gehirn in Schwung, um nur einige dort aufgeführten Eigenschaften zu nennen. Schon vor 4000 Jahren wurde Zimt im Orient als Heilmittel und Duftstoff eingesetzt. Er zählt somit zu den ältesten Aromastoffen der Welt. Die alten Ägypter verwendeten Zimt zum Einbalsamieren von Mumien. Die Würzkraft von Zimt soll erst im Mittelalter von Klosterköchen in St. Gallen entdeckt worden sein. Wie schon erwähnt, ist Zimt ein Multitalent in der Küche – insbesondere in der Weihnachtsbäckerei. Zimtsterne beispielsweise sollten auf keinem bunten Teller fehlen.

Information

Zimtsterne

Zutaten: Drei Eiweiß, 250 Gramm Puderzucker, ein Päckchen Vanillezucker, drei Tropfen Rum-Aroma, einen gestrichenen Teelöffel Zimt, etwa 400 Gramm gemahlene Mandeln mit Schale oder Haselnüsse, Puderzucker, etwas Fett.

Zubereitung: Eiweiß in einer Rührschüssel mit einem Mixer (Rührstäbe) auf höchster Stufe sehr steif schlagen. Puderzucker sieben und nach und nach unterrühren. Zum Bestreichen der Sterne zwei gut gehäufte Esslöffel Eischnee abnehmen. Vanillezucker, Aroma, Zimt und die Hälfte der Mandeln oder Haselnüsse vorsichtig auf niedrigster Stufe unter den übrigen Eischnee rühren. Vom Rest der Mandeln oder Haselnüsse so viel unterkneten, dass der Teig kaum noch klebt. Arbeitsfläche mit Puderzucker bestreuen und den Teig etwa einen Zentimeter dick ausrollen. Sterne ausstechen. Sterne auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech legen und mit dem zurückgelassenen Eischnee bestreichen. Etwa 25 Minuten
im vorgeheizten Ofen bei 140 Grad Ober-/ Unterhitze oder Heißluft bei 120 Grad backen. Das Gebäck muss sich beim Herausnehmen auf der Unterseite noch etwas weich anfühlen. Die Zimtsterne mit dem Backpapier vom Backblech ziehen und auf einem Kuchenrost erkalten lassen.

Zimtsterne gehören auf jeden bunten Teller. Foto: pixabay
  • Zimtsterne gehören auf jeden bunten Teller. Foto: pixabay


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