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Rund um die Feiertage setzt das Fernsehen auf Nostalgie/ Klassiker rund um den Globus

Das schaut die Welt zu Weihnachten

Fernsehen zu Weihnachten – ist das nicht unromantisch? In vielen Ländern gehört der Griff zur Fernbedienung zum Festtagsritual wie das Auspacken der Geschenke. Und so mancher Film ist längst ein Weihnachtsklassiker. Ein Überblick:

veröffentlicht am 24.12.2019 um 05:00 Uhr

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Großbritannien: Obwohl es in weiten Teilen Großbritanniens selten schneit, handelt einer der populärsten Weihnachtsfilme im Vereinigten Königreich von einem Schneemann. „The Snowman“ ist eine Zeichentrickverfilmung des gleichnamigen Buchs von Raymond Briggs aus dem Jahr 1982. Der Zeitschrift „Radio Times“ zufolge wurde er seitdem fast jedes Jahr im britischen Fernsehen an Weihnachten gezeigt. In dem Film geht es um einen kleinen Jungen, dessen Schneemann zum Leben erwacht und darüber hinaus auch noch fliegen kann. Gemeinsam begeben sich die beiden auf eine nächtliche Reise durch die Luft über das verschneite England zum Weihnachtsmann.


Norwegen: Auch in Skandinavien laufen zu Weihnachten viele alte Schinken im Fernsehen, während sich alle auf die Bescherung vorbereiten. In Norwegen beginnt der TV-Reigen traditionell mit „Dinner for One“ am 23. Dezember. An Heiligabend gehören „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, „Love actually“ und „Die Reise zum Weihnachtsstern“ von 1976 zum Pflichtprogramm.


Schweden: Im Nachbarland Schweden hingegen bevorzugen es viele Zuschauer lustig und sehen sich Donald-Duck-Klassiker an. Seit 1960 laufen die Weihnachtsszenen mit Micky, Minnie, Pluto und der Entenfamilie an Heiligabend und erreichten dabei teilweise Einschaltquoten von bis zu 50 Prozent.


Island: Auf Island kommt tatsächlich der Weihnachtsmann vorbei – auch zu den Fernsehzuschauern. Die Sendung namens „Stundin okkar“ (Unser Moment) ist ein echter Weihnachtsklassiker – sie wird seit der Einführung des isländischen Fernsehens 1966 gezeigt.


Spanien: Traditionell ist im spanischen Fernsehen zur Weihnachtszeit die Komödie „La Gran Familia“ (Die Großfamilie) aus dem Jahr 1962 im Programm, in der Regisseur Fernando Palacios von den Abenteuern eines Elternpaars mit seinen 15 Kindern samt Opa erzählt. In einer berühmten Szene des mehrfach ausgezeichneten Films geht der kleine Sohn „Chencho“ vorübergehend auf dem Weihnachtsmarkt auf der Plaza Mayor in Madrid verloren - vor allem deshalb gehört der Streifen, der bei vielen Menschen von Pamplona bis La Palma nostalgische Gefühle auslöst, zu den spanischen Feiertags-Klassikern. An Heiligabend wird außerdem im ersten Kanal „La 1“ traditionell das Revue-Program „Telepasión“ gezeigt. Die Show mit jeder Menge Tanz und Gesang läuft bei vielen spanischen Familien während des Feierns im Hintergrund.


USA: Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten erscheint auch das TV-Angebot unbegrenzt. Und weil US-Haushalte im Durchschnitt 190 Fernsehkanäle haben, haben Filme es angesichts der Breite des Programms schwerer als anderswo, zum Weihnachtsklassiker zu werden.

An den Feiertagen läuft im TV so ziemlich alles – vom Streaming-Angebot ganz zu schweigen. Als Klassiker gehen vor allem „Ist das Leben nicht schön?“ aus dem Nachkriegsjahr 1946 durch, „Fröhliche Weihnachten“ (1983), „Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat“ (1966/2000), „Buddy – Der Weihnachtself“ (2003) und natürlich die Komödie „Kevin – Allein zu Haus“ aus dem Jahr 1990.

Russland: Sowjetische Plattenbauten sind einander zum Verwechseln ähnlich - auf dieser Idee beruht „Ironie des Schicksals“, der Neujahrs-Klassiker des russischen Fernsehens von 1975. In der Liebeskomödie von Eldar Rjasanow wird ein sturzbetrunkener Ingenieur von Moskau nach Leningrad geflogen. Aber auch dort gibt es ein Haus mit seiner Adresse; und, o Wunder, sogar der Wohnungsschlüssel passt.

Natürlich lebt dort eine hübsche junge Frau. Erst will sie ihn rauswerfen; dann kommt es, wie es kommen muss. Die Russen freuen sich jedes Jahr über die Scherze und die Lieder, die zur Gitarre gesungen werden. Ausländische Zuschauer finden meist, dass von drei Stunden Laufzeit auch die Hälfte bis zum Happy End gereicht hätte.


Australien: Down under kennt keine weiße Weihnachten. Die Wetterlage kann da durchaus Auswirkungen aufs Fernsehverhalten haben. In Australien – wie zum Beispiel auch auf den Philippinen hat sich - in den vergangenen Jahren die romantische Komödie „Tatsächlich Liebe“ („Love Actually“) zum TV-Klassiker für die Festtage entwickelt - was passt, weil Weihnachten schließlich das Fest der Liebe ist. Weil die Temperaturen jedoch ganz anders sind als im grauen, kalten Europa, kann der Film aus dem Jahr 2003 aber auch draußen gezeigt werden:

In Sydney zum Beispiel läuft er in einem Open-Air-Kino. Und ansonsten gilt auch am anderen Ende der Welt: „Kevin – Allein zu Haus“ gehört ebenfalls zum Feiertagsprogramm.


Im deutschen TV

Auch im deutschen Fernsehen gibt es zu Weihnachten immer wiederkehrende Programminhalte. Was im Jahr 2019 über die kleine Leinwand flimmert, lesen Sie hier im Überblick:

Was wäre Weihnachten ohne „Sissi“? Dieses Mal verlieben sich der österreichische Kaiser Franz Joseph (Karlheinz Böhm) und die bayerische Sissi (Romy Schneider) jedoch nicht an Heiligabend, sondern erst an den Feiertagen. Teil 1 und 2 laufen am 25. Dezember ab 15 Uhr im Ersten, Teil 3 folgt am 26. Dezember ab 15.55 Uhr.

Ein paar weitere Klassiker können derweil bereits am 24. Dezember geschaut werden:

Auf ARD drückt Heinz Rühmann in der fast 75 Jahre alten Komödie „Die Feuerzangenbowle“ (20.15 Uhr) wieder die Schulbank.

Auch ein Klassiker: „Kevin - Allein zu Haus“ auf Sat.1 (20.15 Uhr) aus dem Jahr 1990. Wieder einmal verreist die Familie McCallister in den Weihnachtsferien und vergisst dabei ihr Nesthäkchen Kevin (Macaulay Culkin), der sich gegen fiese Gangster durchsetzen muss.

Auch Familie Hoppenstedt darf an Weihnachten nicht fehlen: Bereits um 13.50 Uhr läuft der Loriot-Klassiker im Ersten. Am Abend kann man dann auch NDR (18.05 und 21.45 Uhr) einschalten.

Der im Jahr 1973 in der CSSR produzierte Märchenfilm „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ läuft an Weihnachten viele Male im TV.

Die Fantasysaga „Der Herr der Ringe“ (Teil 2) wartet auf ProSieben (20.15 Uhr) auf all diejenigen, die bislang noch nicht gesehen haben, wie der böse Sauron die Mittelerde unterjochen will. 

Das Fantasymärchen „Alice im Wunderland“ mit Helena Bonham Carter und Johnny Depp läuft auf RTL 2 (20.15 Uhr). Die "Men in Black" beschützen derweil auf Vox (20.15 Uhr) die Welt vor Außerdirdischen.



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