weather-image
18°
Sieben Monate nach unserem Bericht: Arbeiten zum Hochwasserschutz beginnen

Damit Wassermassen abfließen

Rusbend (bus). Im Rusbender Ortsabschnitt Rubenkamp/Kleine Wiese ist mit dem Bau von Hochwasserschutzmaßnahmen begonnen worden. Seit vielen Jahren steht die Verhinderung von Überschwemmungen, von denen der Bückeburger Ortsteil des öfteren betroffen war, auf der lokalpolitischen Agenda. Jetzt soll dort speziell den Wassermassen im Anschluss starker Regenfälle Einhalt geboten werden.

veröffentlicht am 05.10.2011 um 00:00 Uhr

Blick vom Rubenkamp zur Deinser Straße: Eine Mulde soll Überschwemmungen verhindern.  Foto: bus

Die aktuellen Planungen sehen vor allem Erdarbeiten am östlichen Rand der „Kleinen Wiese“ vor. Hier soll der Schutz durch eine Verlängerung des vorhandenen Walls und durch eine Entlastungsmulde verbessert werden. Mit der Erweiterung des Rohrdurchlasses unterhalb der Deinser Straße und der Neuausrichtung eines Grabens nördlich der Deinser Straße beabsichtigen die Planer, das Oberflächenwasser schneller als bislang aus dem Überschwemmungsgebiet Richtung Düker-Bauwerk am Mittellandkanal fließen zu lassen.

Wie während einer Sitzung des Ortsrates bekannt wurde, soll die Umsetzung der Schutzmaßnahmen allerdings zunächst in wesentlich kleinerem Rahmen als ursprünglich geplant erfolgen. Hintergrund der abgespeckten Variante sind drastische Kürzungen im Subventionshaushalt der Abteilung Wasserwirtschaft und Bodenschutz des Landesministeriums für Umwelt und Klimaschutz. „Wir müssen zusehen, dass wir ohne Fördermittel soviel wie möglich erreichen“, erläuterte Baubereichsleiter Jörg Klostermann. Von 15 auf neun Millionen Euro sei die Gesamtfördersumme zurückgefahren worden. Mit einer finanziellen Unterstützung seitens des Landes sei auch auf längere Sicht eher nicht zu rechnen.

Verzichtet wird vorerst auf die Installation von Pumpen, deren Beschaffung einen wesentlichen Teil der ursprünglich auf etwa 145 000 Euro kalkulierten Kosten ausgemacht hatten. Derzeit stehen im städtischen Haushalt rund 43 000 Euro zur Finanzierung des Projekts zur Verfügung. „Das entspricht dem bei der Förderantragsstellung eingeplanten Eigenanteil der Stadt“, legte der Baubereichsleiter dar. Im Stadt-Etat für das kommende Jahr findet sich eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von rund 67 000 Euro, die zur weiteren Bezahlung des Vorhabens dienen soll.

270_008_4289689_Nachgehakt.jpg

2005 hatte im Zusammenhang mit dem Rusbender Hochwasserschutz ein vom Landkreis vorgelegtes Gesamtkonzept für die Bückeburger Aue die Schlagzeilen beherrscht. Das Konzept sah die Vorhaltung eines etwa 25 Hektar großen Rückstau-Arreals östlich des Kirchwegs und den Überlauf aus dem Warber Entlastungsgraben in das rund 110 000 Kubikmeter fassende Gebiet vor. Der Überlauf sollte unmittelbar oberhalb des Durchlasses an der L 450 erfolgen, wo eine etwa 170 Meter lange Überlaufschwelle vorgesehen war. Zur dauerhaften Befestigung der Schwelle sollte eine etwa fünf Meter breite Pflasterung mit Wasserbausteinen dienen. Was vor Ort allerdings nicht auf ungeteilten Beifall stieß. „Von uns gibt es nicht einen Quadratmeter“, gab ein von den Plänen betroffener Landwirt zu Protokoll.

Im Sommer 2006 wurden dem Vorhaben vom damaligen Landtagsabgeordneten Friedel Pörtner „trübe Aussichten“ bescheinigt, das Projekt zwischenzeitlich zu den Akten gelegt. Im Mai 2008 zeichnete dann ein vom Ingenieurbüro Geum.tec (Hannover) vorgelegter Entwurf die gegenwärtig realisierten Maßnahmen vor. Der Entwurf empfahl eine Abkehr von der großräumigen Rückhaltepraxis und favorisierte stattdessen den Objektschutz und die Optimierung des Abflusses.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt