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Rund 45 Prozent weniger Datendiebstähle im Jahr 2011 / Banken und Sparkassen haben umgerüstet

Chip statt Streifen macht Geldkarten sicherer

Hameln. Mehr Sicherheit beim Geldabheben: So lautete 2011 die Vorgabe des Bundeskriminalamtes, die eine Umrüstung von EC- und Kreditkarten sowie der Geldautomaten zur Folge hatte.

veröffentlicht am 29.02.2012 um 06:00 Uhr

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Nachdem Kunden immer wieder Opfer von Datendiebstählen wurden, hatte das Bundeskriminalamt beschlossen, für das Abheben und Bezahlen innerhalb Deutschlands nicht mehr den Magnetstreifen zu nutzen. Nur dadurch könne das sogenannte Skimming an Geldautomaten verhindert werden. Beim Skimming überkleben Betrüger den Kartenschlitz eines Geldautomaten mit einer Attrappe, in der ein Lesegerät für den Magnetstreifen versteckt ist. Mit einer Kamera wird zudem die Pin-Eingabe gefilmt. Die so abgefangenen Daten werden genutzt, um Kartendubletten herzustellen und damit Geld vom Konto des Besitzers der echten Geldkarte abzuheben.

Nachdem im Jahr 2010 die Zahl der Fälle, in denen Kartenkunden von der Manipulation von Geldautomaten betroffen waren, deutlich angestiegen war, haben Banken und Sparkassen begonnen, Karten und Automaten umzustellen. Die Informationen auf der Geldkarte sollen stattdessen über den Sicherheitschip EMV (Europay International, Mastercard und Visa) abgerufen werden. Sind gut ein Jahr nach dem Beginn der Umstellung die alten Karten bereits vollständig verschwunden? Und ist die neue Technik wirklich sicherer?

Die Hamelner Banken und Sparkassen haben alle bereits auf das neue System umgestellt und die Karten ausgetauscht. Ein Update der Geldautomaten hat dafür gesorgt, dass die neue Technik möglich ist. Dennoch gibt es den Magnetstreifen auf der Karte noch. Er wird für das Drucken von Kontoauszügen und für Überweisungsgeräte benötigt. Und Kunden mit alten Karten, beispielsweise aus dem Ausland, können weiterhin damit Geld abheben. Auch wer im außereuropäischen Ausland Geld abheben möchte, ist auf den Magnetstreifen angewiesen.

„Die Karten sind deutlich sicherer geworden“, sagt Margit Schneider vom Geldkarten-Dienstleister Euro Kartensysteme (EKS). Im Vergleich zum Vorjahr habe es 2011 rund 45 Prozent weniger Datendiebstähle gegeben. Nachdem deutschen Karteninhabern 2010 ein Schaden im Wert von rund 55,6 Millionen Euro entstanden war, sei die Schadenssumme 2011 auf rund 31,6 Millionen gesunken. 60 000 Geldautomaten in ganz Deutschland hätten dafür aufgerüstet und 190 Millionen EC- und Kreditkarten ausgetauscht werden müssen.

Der Artikel über den Austausch der Geldkarten erschien am 25. Januar 2011. Seitdem haben die Hamelner Banken und Sparkassen auch die Automaten umgestellt.



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