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Drei Jahre, nachdem erste Stelen bestellt wurden, soll Info-Spur auf Parkhäuser ausgeweitet werden

Bronze-Ratten bevölkern die Stadt

Hameln. Die meisten Touristen treten sie erst mit Füßen, um sie dann anschließend voller Begeisterung zu bewundern – so unbedeutend sie manchem Hamelner auch erscheinen mögen, die Bronzeratten in der Fußgängerzone kommen bei Auswärtigen gut an. Dass die handtellergroßen Rattenabbildungen nicht wahllos auf dem Boden verteilt sind, sondern als Spur von einer Info-Stele zur nächsten führen, ist bislang weit schwieriger zu erkennen. Denn in den vergangenen Jahren hat sich mit der fortschreitenden Sanierung der Fußgängerzone auch die Zahl der Ratten und Info-Stelen von vielen unbemerkt deutlich ausgeweitet, sodass an jeder Ecke eine kleine Ratte zu lauern scheint. Abgeschlossen ist das Konzept jedoch noch nicht.

veröffentlicht am 19.06.2013 um 06:00 Uhr

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Autor:

Catherine Holdefehr

Herkunftsort der Ratten ist nicht etwa Hameln, sondern die Gießerei H PH.behr Berlin. Angefordert wurden dort Mitte 2010 von der Stadt Hameln neben 118 einzelnen Bronzebuchstaben für Intarsien wie „Bundting der Rattenfänger“ auch die große „Orientierungsplatte“, die angibt, in welcher Richtung Gebäude wie Pfortmühle, Dempterhaus oder Garnisonkirche liegen, vor allem auch 140 Ratten. Auf dem Pferdemarkt, vor der Hochzeitshausterrasse und in der Osterstraße liegen bereits weit über 100 Stück. Bald sollen weitere kleine bronzefarbene Nager in der Bäckerstraße und später auch an den Parkhäusern sowie am Bahnhof hinzukommen. Derzeit würden Angebote für die Produktion weiterer Pflasterratten eingeholt, sagt Stadtsprecher Thomas Wahmes. In der Bäckerstraße steht das Ende der Pflasterarbeiten unmittelbar bevor, erst im Anschluss könne man die Rattenabbildungen anbringen.

Auf den neuen Info-Stelen wird mittels Pfeilen und Piktogrammen über besondere Hamelner Plätze und Sehenswürdigkeiten informiert. Bislang stehen nur wenige der Tafeln, 15 Stück sollen es einmal werden. Sie sollen außer in der Fußgängerzone in der Wendenstraße, an der Alten Feuerwache sowie an den Parkhäusern und am Bahnhof stehen, eine Rattenspur wird von dort aus die Besucher in die Stadt locken. „Dann haben wir nicht nur Stückwerk, sondern auch die Zuwegung zum Stadtrundgang“, sagt Wahmes. Auch ein Flyer, der über die Spur informiert sowie Hinweise auf der Stadt-Homepage zum „Ratten-Stadtrundgang“ sind geplant, ein Termin dafür steht jedoch noch nicht fest. Insgesamt sollen am Ende 500 kleine Bronzeratten über die Stadt verteilt am Boden liegen, um die Touristen von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu locken. Natürlich nur, solange der Rattenfänger sie nicht vertreibt.

Im Juli 2010 wurden die ersten Bronze-Schmuckelemente für die Fußgängerzone von der Stadt in Auftrag gegeben.Archiv



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