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Nur drei Kunden nutzen bislang Artotheks-Flatrate / Schließung würde kaum Geld einsparen

Bilder-Pauschale stößt auf wenig Resonanz

Hameln (ch). Moderne Zeichnungen, romantische Aquarelle und klassische Kunstdrucke. Schwarz-weiß, knallig bunt oder in zarten Pastelltönen hängen 343 ganz unterschiedliche Gemälde in der Artothek. Sie lehnen an den Wänden und der Heizung oder stehen versteckt im Regal. Wer hier ein Kunstwerk entdeckt, das ihm gefällt, kann es für zwei Monate mit nach Hause nehmen, um die eigenen vier Wände damit zu schmücken. Doch die Nachfrage der Kunden ist gering.

veröffentlicht am 16.05.2012 um 06:00 Uhr

Seit 1. Januar 2012 gibt es die Möglichkeit, für eine Pauschale von 24 Euro ein Jahr lang Bilder auszuleihen. Mit dem Ziel, neue Kunden zu gewinnen. 1000 Euro Mehreinnahmen im Jahr für den städtischen Haushalt sollte das neue Angebot bringen, so die Vorstellung der Stadt im vergangenen Jahr. Illusorisch, wie es scheint. Nur zehn Ausleihen gab es bislang in den ersten vier Monaten des Jahres. Davon haben sich drei der Kundinnen für eine Flatrate entschieden, die anderen haben weiter nach den alten Konditionen ausgeliehen. Dabei hat die Bücherei ihre Bemühungen, die Artothek zu bewerben, verstärkt. Nachdem bis zum vergangenen Jahr das Artotheks-Angebot nur mit einem Satz in der Benutzerordnung erwähnt worden war, ist es jetzt gleich auf der Startseite als eines der Angebote zu finden. Auch auf der Facebook-Seite kündigten die Mitarbeiter die neue Ausleih-Pauschale groß an. Gebracht hat es bislang wenig.

„Die neu eingeführte Jahrespauschale für die Benutzung der Artothek in der Stadtbücherei hat bisher leider nicht den gewünschten Erfolg gebracht“, sagt Stadtsprecher Thomas Wahmes. Die Artothek zu schließen, sei jedoch weiterhin kein Thema. Denn die Investitionen sind gering: Seit Jahren wurden keine neuen Bilder gekauft, bis auf eine Rahmen-Reparatur gab es keine Kosten. „Bei über 400 000 Entleihungen der Bücherei pro Jahr fallen die 30 Entleihungen der Artothek nicht wirklich ins Gewicht. Deshalb wären von einer Schließung auch keine Einsparungen zu erwarten“, sagt Wahmes. Im Jahr 2004 war die Artothek vorübergehend geschlossen worden. Um Geld zu sparen, wurde darüber nachgedacht, sie auf Dauer zu schließen. Doch auch damals wurde die Überlegung aufgrund der geringen Kosten verworfen.

Die Artothek in der Stadtbücherei gibt es bereits sei 29 Jahren. Ein seltenes Angebot, das mit dazu beitrug, dass die Stadtbücherei im September 2002 mit dem Niedersächsischen Bibliothekspreis der VGH-Stiftung ausgezeichnet wurde. In dicken Bildkatalogen, aber auch im Online-Katalog sind alle Werke aufgeführt, was die Suche für den Kunstliebhaber vereinfacht. Wahmes: „Am liebsten leihen die Artothek-Kunden mittelgroße, gegenständliche und farbige Bilder aus.“ Schwarzweiß-Holzschnitte zum Beispiel seien „Ladenhüter“.

Am 15. Oktober 2011 erschien der Artikel über die Flatrate. Damals erhofften sich die Initiatoren, damit die Nutzungszahlen steigern zu können.Foto: Archiv



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