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„Styles of Hameln“ stellt die kleinen Hamelner Läden vor

Besuch bei Nordlicht: Wer Handgemachtes liebt, ist hier richtig

Jeder liebt und schätzt sie – die kleinen Läden Hamelns. Oft muss man seine Augen aufsperren oder gezielt nach ihnen suchen, um sie überhaupt zu finden. Aber manchmal hat man auch Glück und man stolpert direkt in der Fußgängerzone über sie. So auch über Nordlicht in der Osterstraße. In der ehemaligen Fleischerei Steding hat es sich Ladeninhaberin Leena Kruse gemütlich gemacht. Wir haben sie und ihren bezaubernden Ladenhund Emma auf einen Kaffee besucht.

veröffentlicht am 24.01.2018 um 17:18 Uhr

Wo früher Fleischwaren über die Theke gingen, gibt es heute eine bunte Welt aus handgemachten Geschenk- und Deko-Artikeln. Foto: fw
Franziska Winkler

Autor

Franziska Winkler Redakteurin / Pressereferentin zur Autorenseite

Betritt man Nordlicht, wird man gleich von Leena Kruses Hund Emma begrüßt. Sie ist jeden Tag mit dabei und hat hinter der Kassiertheke schon ihren festen Platz. Leena hat das ehemalige Geschäft der Fleischerei Steding von Grund auf renoviert und daraus ein helles und freundliches Ambiente gezaubert.

Neben eigenen Produkten bietet Nordlicht eine große Vielfalt an handgemachten Schätzen von kreativen Künstlern aus ganz Deutschland an. Dafür durchstöbert Leena Kreativmärkte und Internetplattformen wie Dawanda. Auch Leute aus Hameln und Umgebung sind mit ihren Waren vertreten. Nordlicht bietet nämlich die Möglichkeit, dass eigene Produkte dort verkauft werden können.

Information

Fragen an Leena Kruse von Nordlicht

Seit wann bist du mit deinem Laden in Hameln?

Hier in Hameln bin ich seit Anfang März 2017 und fühle mich sehr wohl. Der Standort in der Osterstraße ist prima und ein bisschen Glück bei der Suche nach einem passenden Ladenlokal war auf jeden Fall dabei.

Warum hast du dich für den Standort in Hameln entschieden?

Viele wundern sich sicher über den Namen „Nordlicht“. Der Hintergrund ist der, dass ich mit meinem Lädchen noch bis Ende 2016 in der Nähe von Cuxhaven an der Nordsee mein Zuhause hatte. Aus persönlichen Gründen bin ich Anfang des Jahres in den „Süden“ gezogen und habe natürlich meinen Laden mitgenommen. Der Name Nordlicht ist geblieben und ich starte jetzt in Hameln in ein neues Abenteuer.

Was ist die Idee des Ladens?

Bei mir gibt es eine bunte Vielfalt an handgemachten Unikaten, egal ob genäht, gestrickt, gemalt, geklebt oder gedruckt…von Postkarten über Briefpapier bis hin zu Taschen, Schmuck und feinen Accessoires für ein schönes Zuhause. Auch für die Kleinsten gibt es eine große Auswahl. Natürlich handgenähte Kinderkleidung, aber auch Wickeltaschen, Kuscheltiere, die ersten Lederschühchen oder Fahrradlenkertaschen. Ich biete in meinem Laden kreativen Kunsthandwerkern die Möglichkeit, ihre Produkte zu verkaufen und freue ich immer wieder über neue kreative Köpfe.

Was macht deinen Laden besonders/einmalig?

Ich denke es ist die Mischung aus den vielen unterschiedlichen Produkten. Man findet immer eine Kleinigkeit, egal ob man etwas für sich selbst sucht, den frisch gebackenen Nachwuchs, die neue Wohnung oder eine liebe Freundin beschenken möchte. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Ideen und so werden die handgemachten Schätze erweitert durch einige ausgesuchte Produkte von kleinen Start-Ups und Jungdesignern aus Deutschland. Wenn es meine Zeit zulässt, dann verteile ich auch einige Werke von mir selbst im Laden. Ideen habe ich noch ganz viele in meinem Kopf, so dass es so schnell nicht langweilig werden wird.

Wie sieht der typische Nordlicht-Kunde aus? Gibt es eine spezielle Zielgruppe?

Nein, gar nicht. Da bin ich völlig offen und meine Kundschaft ist ganz bunt gemischt von 1 bis 99 Jahren. Alle diejenigen, die auf der Suche sind nach etwas Besonderem, das man nicht überall finden kann und das das Leben schöner macht, sind bei mir herzlich willkommen!

Du nähst auch selber. Was war das erste Stück, das du selber gemacht hast?

Ich habe schon als Kind immer gern meiner Mutter beim Nähen zugeschaut und war total fasziniert von der Maschine. Später durfte ich dann auch helfen und mein erster eigener Nähversuch war das Kürzen einer Gardine. Zugegeben etwas unspektakulär, aber für mich damals eine Herausforderung. Von da an ging es mit kleinen Täschchen und Kissenbezügen weiter bis hin zu Umhängetaschen. Den Spaß am Nähen habe ich nie verloren.

Was war das schönste und was das schrecklichste (Weihnachts-)geschenk, das du jemals geschenkt bekommen hast?

Oh das kann ich gar nicht sagen. Die typischen „schrecklichen“ Weihnachtsgeschenke wie Socken & Co habe ich ehrlich gesagt noch nicht bekommen und selbst gestrickte Socken finde ich super… Ich glaube einfach, dass man sich (fast) jeder bei den Geschenken so viele Gedanken macht und Mühe gibt etwas Schönes auszusuchen, dass es unfair wäre, da eins besonders herauszuheben. Alles was mit Liebe ausgesucht ist, ist wunderschön und da kommt es auch nicht auf die Größe des Geldbeutels an.

Wer jetzt neugierig geworden ist und mehr über die Läden im Weserbergland lesen möchte, wird bei Styles of Hameln, dem neuen Lifestyle-Blog, unter www.stylesofhameln.de fündig. Dort wird über Essen, Mode, Menschen und Wohnen berichtet. Und das alles direkt aus dem Weserbergland.

Ladenbesitzerin Leena Kruse mit Hund Emma. Foto: Fw
  • Ladenbesitzerin Leena Kruse mit Hund Emma. Foto: Fw


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