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Sieben Millionen Deutsche ernähren sich bereits fleischlos / Tipps zur Ernährungsumstellung

Besseresser? So wird man zum Vegetarier

Hameln. Was haben Pamela Anderson, Dirk Bach, Boris Becker und Natalie Portman gemeinsam? – Sie sind Vegetarier. „Keine schlechte Sache“, denken viele in Zeiten, in denen Lebensmittelskandale regelmäßig an der Tagesordnung sind. Mehr als sieben Millionen Deutsche ernähren sich bereits fleischlos – „das sind zehnmal so viele wie noch vor zwanzig Jahren“, sagt der Deutsche Vegetarierbund. Tendenz steigend.

veröffentlicht am 26.01.2012 um 06:00 Uhr

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Autor:

Jennifer Bremer

Doch viele haben Angst vor der Ernährungsumstellung und sind unsicher: Sollte man gleich von einem auf den anderen Tag fleischlos leben oder ist eine langsame Umstellung über mehrere Wochen doch besser? Der Weg vom Fleisch- zum Pflanzenfresser ist gar nicht so schwierig, wie die meisten denken. Der Mensch ist schließlich ein Gewohnheitstier. Die folgenden Tipps sollen auf dem Weg zum Vegetarier-Dasein helfen:

Der 4-Wochen-Versuch: Probieren Sie die vegetarische Lebensweise erst einmal aus. Ideal wären vier Wochen. Die kurze Testphase hilft Ihnen psychologisch, weil der Schritt zunächst nicht so groß erscheint, als wenn Sie im Kopf haben, dass Sie nie wieder Fleisch essen werden.

Informieren Sie Freunde und Familie: Bestimmt erhalten Sie Unterstützung. Doch bitten Sie auch darum, dass Ihnen kein Fleisch mehr angeboten wird, um nicht unnötig in Versuchung zu geraten.

Fleisch- und Wurstwaren aus Küche, Kühlschrank und Speisekammer verbannen: Der leckere Duft kann leicht dazu führen, dass Sie Fleisch und Wurst nicht widerstehen können.

Viel Obst und Gemüse kaufen: Und zwar vor allem das, was Ihnen besonders gut schmeckt. Tomaten, Paprika, Gurken, Äpfel oder Birnen. Doch auch Ausgefallenes kann den vegetarischen Speiseplan erweitern. Auf Wochenmärkten und in gut sortierten Supermärkten ist es kein Problem, Avocados, Chicoreé, Mangold, Litschis oder Artischocken zu finden.

Rohkostanteil erhöhen: Essen Sie viel Obst und Gemüse. Auf diese Weise gleichen Sie den Verzicht von Fleisch und Wurst aus. Ein zusätzlicher Tipp: Streichen Sie die Tage, an denen Sie vegetarisch leben, im Kalender an, das kann ungemein motivierend wirken.

Rezepte, Rezepte, Rezepte: Seien Sie mutig und probieren Sie viele vegetarische Gerichte aus. Anregungen finden Sie im Internet, in Kochbüchern oder speziellen Zeitungen für Vegetarier.

Beobachten Sie Ihr Wohlbefinden: Wie geht es Ihnen während ihrer vegetarischen Zeit? Am besten, Sie führen ein Tagebuch, in dem Sie sich eine gewisse Zeit lang notieren, was Sie gegessen haben und wie Sie sich danach gefühlt haben.

Bleiben Sie dran: Wenn Sie bei ihrem vierwöchigen Experiment gute Erfahrungen gesammelt haben, machen Sie unbedingt weiter und verlängern Sie Ihre vegetarischen Wochen nach Belieben.

Missionieren Sie nicht: Auch wenn Ihnen die fleischlose Lebensweise zusagt, heißt das nicht, dass sich auch Ihre Mitmenschen auf diese Weise ernähren wollen. Viele reagieren auf Missionierungsversuche eher ablehnend.

Suchen Sie Gleichgesinnte: Inzwischen gibt es viele Gruppen, Internetforen und Chatrooms, in denen Sie Kontakt zu anderen Vegetariern aufnehmen und sich über die fleischlose Lebensweise austauschen können. Der Kontakt mit Gleichgesinnten kann Sie dazu motivieren, weiter am Ball zu bleiben.



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