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Zeitgeschehen kurz notiert – warum Friedrich-Wilhelm Ande ein Denkmal bekam

Bemüht um die kampflose Übergabe

Seit 250 Jahren steht die Schaumburger Zeitung für aktuelle Nachrichten und Berichte aus der Region für die Region. Mit der Geschichte der Zeitung ist auch unmittelbar die Geschichte der Stadt Rinteln und der Umgebung verbunden. Im Jubiläumsjahr veröffentlichen wir in Zusammenarbeit mit dem Rintelner Stadtarchiv Woche für Woche an dieser Stelle Zeitungsmeldungen aus den vergangenen drei Jahrhunderten, angereichert durch Material aus dem Archiv.

veröffentlicht am 10.03.2012 um 00:00 Uhr

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Vor 90 Jahren 5. März 1922

Mit der Theatervorstellung des Stückes „Prisoner 713“, das die Trostlosigkeit von Krieg und Gefangenschaft zum Thema hat, beginnt in Rinteln ein Treffen der Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener. Das wirtschaftliche Elend der Nachkriegszeit verstärkt überall in Deutschland die Schwierigkeiten der Kriegsheimkehrer, wieder im Alltagsleben Fuß zu fassen.

Vor 120 Jahren 5. März 1892

Rintelns neuer hauptamtlicher Bürgermeister Gaertner tritt sein Amt an. Von dem pensionierten Oberstleutnant erhofft sich die konservative Mehrheit im Rintelner Rat ein tatkräftiges und strenges Stadtregiment in ihrem Sinne. Gaertner offenbart auch gleich zu Anfang seinen persönlichen Wahlspruch: „Treu meinem Könige und Treu meiner Stadt!“. Der preußische Offizier wird bis 1912 zwanzig bedeutende Jahre an der Spitze des Magistrats stehen.

Vor 60 Jahren 7. März 1952

„Und der Weser blitzende Welle“ – diese Zeile aus Franz Dingelstedts Weserlied ist der Titel eines landeskundlichen Films, den Rintelner Ratsvertreter in den „Schaumburger Lichtspielen“ in der Klosterstraße 35 zu sehen bekommen. Gedreht hat ihn der Filmemacher Walter Schneider. In einer Reihe von sechs Filmen werden unterschiedliche Landschaften des jungen Bundeslandes Niedersachsen vorgestellt, darunter auch das Weserbergland. Rinteln ist in dem Film reichlich vertreten, sowohl mit Altstadtbauten als auch mit seinen Industrie- und Hafenanlagen in der Nordstadt.

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Vor 20 Jahren 8. März 1992

Am Dingelstedtwall 11 eröffnet mit dem „Frauenzentrum“ die erste Anlaufstelle für Frauen in der Weserstadt.

Vor 60 Jahren 11. März 1952

Rinteln plant ein Denkmal für Friedrich-Wilhelm Ande. Der Direktor des Rintelner Lyceums war im April 1945 im Bemühen um eine kampflose Übergabe Rintelns an die amerikanischen Truppen von Gestapo-Leuten ermordet worden. Aufgestellt werden soll das Denkmal in der Grünanlage der früheren „Bastion Hessen“ neben der katholischen St.-Sturmius-Kirche. Wenig später muss der eigens einberufene Ausschuss aus Bürgern der Stadt die Pläne deutlich abändern. Das Denkmal kommt 1953 auf den Ande-Platz in der Nordstadt (heute Sparkassen-Filiale Nordstadt).

Vor 180 Jahren 12. März 1832

Rinteln amüsiert sich über einen besonderen Diebstahl. Die Kurfürstliche Polizeidirektion fahndet nach zwei eisernen Gewehrhaltern, die vor der Hauptwache in Rinteln (heute Bürgerhaus) gestohlen wurden. An ihnen lehnen normalerweise die Gewehre der beiden Wachleute. Bei den Wachen handelt es sich um zwei stadtbekannte Trunkenbolde, die der liberale Bürgermeister Carl Wilhelm Wippermann aus Protest gegen die völlig veraltete städtische Wachdienstpflicht als Wachen abgeordnet hat. Nun sind diesen beiden „Demonstranten“ auch noch ihre Gewehrstützen abhanden gekommen.

Vor 130 Jahren 13. März 1882

Der Blumenwall erhält eine Erweiterung nach Osten in die frühere Bastion Hessen (heute Rosengarten). Entsprechend wird auch die Lindenallee verlängert, die als „Esplanade“ schon bis auf die Festungszeit im 18. Jahrhundert zurückgeht. Hier übten die Soldaten der Garnison das Exerzieren. Ebenfalls neu angelegt wird eine Brücke vom Kollegienplatz über die Exter, für die eine Eisenkonstruktion vorgesehen ist.



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