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Die leckeren und vitaminreichen Früchte sind Grundlage für Desserts, Liköre und andere Gerichte

Beeriger Genuss auf dem Wochenmarkt

HAMELN. Von Juni bis September haben sie ihren „beerigen“ Auftritt. Klar, am besten schmecken sie direkt vom Busch gepflückt. Frischer geht es nicht. Aber nicht jeder hat einen Garten, in dem Johannis- und Stachelbeeren wachsen. Kein Problem. Auf dem Wochenmarkt werden die Früchte derzeit in bunter Vielfalt angeboten – frisch geerntet aus eigenem Anbau und deshalb besonders aromatisch.

veröffentlicht am 04.07.2017 um 14:25 Uhr
aktualisiert am 04.07.2017 um 15:30 Uhr

Auf dem Wochenmarkt haben die „beerigen Zeiten“ begonnen – auch am Stand von Hannelore Kruse. Foto: sto
Stolte Christiane

Autor

Christiane Stolte Reporterin

Damit sie auch nach dem Kauf schön knackig bleiben, sollten sie zu Hause gleich aus der Tüte genommen und auf einem Teller ausgebreitet werden. Gewaschen werden sie am besten kurz vor dem Verzehr. Die Johannisbeeren aber erst nach dem Waschen und Abtropfen von den Stielen zupfen, sonst werden sie matschig. Die Beeren eignen sich auch gut zum Einfrieren, sollten nach dem Waschen und Trocknen aber mit den Rispen eingefroren werden.

In diesem Jahr tragen die Rispen der Johannisbeeren übrigens weniger Beeren. Auch sind sie etwas kleiner als in manch anderen Jahren. „Das liegt an dem Frost, den uns der April beschert hat“, betont Obsthändlerin Hannelore Kruse. Das Aroma der Früchte hat aber keinen Schaden genommen. Vielleicht sind die roten Johannisbeeren etwas saurer als sonst, aber das ist Geschmackssache.

Wem die roten Johannisbeeren tatsächlich zu sauer sind, sollte die schwarzen probieren. Sie schmecken süßer, haben aber einen leicht herben Geschmack. Auf Französisch heißen sie „Cassis“. Sie sind die Grundlage für Desserts, Liköre und andere Gerichte, deren herb-würziger Geschmack gefragt ist.

Aus diesen leckeren und gesunden Früchten lässt sich eine erfrischende Kaltschale herstellen. Foto: pixabay
  • Aus diesen leckeren und gesunden Früchten lässt sich eine erfrischende Kaltschale herstellen. Foto: pixabay

Weiße Johannisbeeren sind meist milder und werden deshalb auch von Kindern gern genascht. Überhaupt eignen sich Johannisbeeren wunderbar zum Naschen, denn sie sind mega gesund. In ihnen steckt viel Vitamin C. 100 Gramm der roten Beeren enthalten mehr Vitamin C als vier Zitronen.

Noch mehr Vitamin C steckt in den schwarzen Beeren. Darüber hinaus enthalten alle Sorten Zitronensäure, Kalium und Ballaststoffe. Die Kerne der Beeren enthalten Gamma-Linolensäure, die gut für die Haut sein soll.

Nicht minder gesund sind Stachelbeeren, denn auch sie enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe – allen voran Vitamin C. Zum Einkochen sollten sie übrigens nicht ganz reif sein, denn vollreife Stachelbeeren verlieren beim Einkochen ihre Form, so eine Studie des Provinzialverbands Rheinischer Obst- und Gemüsebauern.

Der Name der Johannisbeeren, die in Österreich „Ribisel“ und in der Schweiz auch „Meertrübeli“, „Trübeli“ oder „Ribeseli“ genannt werden, geht zurück auf eine im östlichen Mittelmeerraum genutzte Rhabarber-Art „Rheum ribes“. Von den Arabern „Ribas“ genannt. Im Laufe der Zeit entstand der Begriff „Ribes“. Der deutsche Name Johannisbeere soll darauf zurückgehen, dass die ersten Früchte bereits am Johannistag, dem 24. Juni, reif sind.

Beeren aller Art schmecken nicht nur pur lecker, auch als Kuchen- oder Tortenfüllung sowie in Desserts sind sie unwiderstehlich. Ein herrliches Rezept für den Sommer ist eine „Bunte Beeren-Kaltschale“.

Information

Bunte Beeren-Kaltschale

Zutaten für vier Personen: 750 Gramm gemischte Beeren (Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren und Heidelbeeren), ein Liter Aprikosen- oder Kirschnektar, ein gehäufter EL Speisestärke, drei bis vier EL Zucker, etwas frischen Zitronensaft, 150 Gramm Sahnejoghurt oder Schmand, Minze zum Verzieren.


Zubereitung: Beeren putzen und verlesen. Stachel- und Johannisbeeren und Nektar aufkochen. Stärke mit drei bis vier EL Wasser glatt rühren, einrühren und zugedeckt unter Rühren etwa drei Minuten köcheln lassen. Dann mit Zucker und Zitronensaft abschmecken, auskühlen lassen, Heidelbeeren und Himbeeren unterheben. Kalt stellen. Mit einem Klecks Joghurt oder Schmand und Minzblättchen anrichten. Wer die Kaltschale „beschwipst“ mag, kann ein Viertel des Fruchtnektars mit Weißwein oder Sekt ersetzen.



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