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Noch in diesem Jahr soll der alte Anderthalbdecker-Bus auf Hamelns Straßen zu sehen sein

Bald ist der Oldie wieder auf großer Fahrt

Hameln. Ein „echtes Schätzchen“ werde Hameln bald auf seinen Straßen haben. Das sagte Öffi-Chef Carsten Busse vor fünf Jahren. Die Rede war von einem alten Mercedes-Anderthalbdecker-Bus, der in den 1970er und 80er Jahren schon einmal auf den Straßen der Rattenfängerstadt verkehrte und den der Hastenbecker Thomas Usadel damals durch Zufall auf einem Braunschweiger Schrottplatz entdeckte. Bei den Restaurierungsarbeiten in den Werkstätten der Braunschweiger Verkehrs-AG, wo der Bus für kurze Zeit Asyl gefunden hatte, stellte man jedoch fest, dass der Wagen an den entscheidenden Stellen zu marode war, um ihn wieder für den Straßenverkehr herzurichten. Doch die Hamelner KVG hatte Glück: Sie konnte einen zweiten Anderthalbdecker-Bus auftreiben, der auch schon einmal im Hamelner Verkehr eingesetzt war. Seit seinem Kauf Ende 2007 wird der 1969 gebaute Mercedes-Benz vom Typ O 317 mit Ludewig-Aufbau in der KVG-Werkstatt restauriert.

veröffentlicht am 07.03.2012 um 06:00 Uhr

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Autor:

Jennifer Bremer

Im Laufe dieses Jahres sollen die Arbeiten nun abgeschlossen, soll der alte Bus erneut auf Hamelns Straßen eingesetzt werden – und das nicht nur für Sonderfahrten. „Wir werden den Bus sicherlich auch als Planfahrzeug einsetzen, dann allerdings zu touristischen Zwecken“, sagt Busse. Zudem könne er sich vorstellen, den Oldie auch zu vermieten und so die Kosten für die aufwendige Instandsetzung zu reduzieren. Für Fahrten im täglichen Linienverkehr werde er jedoch nicht benutzt.

Zurzeit sind die Auszubildenden der KVG und der Karosseriebaufirma Schierling damit beschäftigt, die neue Innenverkabelung des Busses zu verlegen und die Fenster einzusetzen. „Vor kurzem hat der Bus einen neuen Anstrich bekommen: seine Originallackierung in der Farbe ,Verkehrsbeige‘“, sagt Busse. Diese Lackierung ähnele der Farbe eines Taxis, sei allerdings etwas heller, erklärt er.

Und auch sonst sei es die Absicht, den Bus so originalgetreu wie möglich herzurichten. Dazu verwende man auch Teile des ersten Anderthalbdeckers, den die KVG gekauft hatte. Wann genau die Restaurierungsarbeiten abgeschlossen sein werden, kann Busse allerdings noch nicht sagen. „Da die Arbeiten am Fahrzeug nur nebenbei vorgenommen werden können, also immer dann, wenn die Auftragslage es zulässt, können wir noch kein genaus Datum für das Ende der Restaurierung nennen“, sagt der Öffi-Chef. Fest steht laut Busse nur, dass der Bus noch in diesem Jahr Touristen und Einwohner mit seinem altmodischen Charme verzaubern soll.

Der erste Artikel über einen der beiden Anterthalbdecker-Busse erschien am 6. Juli 2007.

Foto: Archiv



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