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Die Fortsetzung des Endzeit-Thrillers Maze Runner ist ziemlich beliebig geraten

Aus dem Versuchslabor in die Wüste

Hameln. Die Erinnerung ist noch frisch: Im Oktober 2014 kam mit „Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth“ der erste Teil der Verfilmung von James Dashners Roman-Trilogie in die Kinos. Der Reiz des Films lag in seinem Handlungsort, einer großen, kraterähnlichen Lichtung, die von einer hohen Betonmauer umgeben war: ein Labyrinth, ohne Ausweg. Daran knüpften sich Fragen wie: Wo sind die Jungen? Wer sind die Drahtzieher? Was ist ihre Absicht? Mit den Antworten waren Faszination und Spannung des ersten Teils ein wenig flöten. Zu weit hergeholt, zu unlogisch schien die Erklärung eines Sozial-Experiments der mysteriösen Organisation WCKD. Der zweite Teil knüpft dort an, wo der erste aufhört. Thomas (Dylan O’Brien) und seine Mitstreiter sind zwar dem Labyrinth entkommen, doch in den Laboren der WCKD werden sie für grausame Experimente missbraucht. Verstärkt durch andere Maze Runner brechen sie aus den Labors aus und landen in einer riesigen Wüste. Später, in New York, das zur gigantischen Ruinenlandschaft mutiert ist, treffen sie auf weitere Widerstandskämpfer. Doch die Schergen der WCKD sind ihnen bereits auf den Fersen.

veröffentlicht am 24.09.2015 um 06:00 Uhr

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Die Entdeckung, dass es noch andere Gruppen von Maze Runnern gibt, und die Öffnung nach außen geben dem zweiten Teil bezüglich Figurenvielfalt und Handlungsorten gegenüber dem Vorgänger ein anderes Aussehen. Doch die stilistische Geschlossenheit des ersten Films wandelt sich zu einem Sammelsurium von Genres, das von der Endzeit-Dystopie bis zum Kriegsfilm, vom Horror bis zum Western, von Science Fiction bis zum Actionfilm reicht. Dabei geht nicht nur die Griffigkeit der Charaktere verloren, sondern auch die Dichte der einzelnen Handlungselemente, die sich nun disparat aneinander reihen. Auch wenn der zweite Teil die Fragen des ersten beantwortet, geriet Wes Ball vieles zu beliebig und unverbindlich. Der Showdown gibt noch mal ordentlich an mit Explosionen und Schießereien, wirkt aber nur überladen und pompös. Das Ende des Films deutet auf die Fortsetzung hin: „Maze Runner – The Death Cure“ läuft im Februar 2017 an.

„Maze Runner – Die Auserwählten in der Brandwüste“ läuft täglich im Maxx-Kino um

17.15, 19.45 Uhr, freitags und samstags auch um 22.35 Uhr.



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