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Rosenkohl wird immer beliebter, lässt sich vielseitig zubereiten und ist extrem gesund

Auf den Geschmack gekommen

HAMELN. Voller Vitamine und Mineralstoffe stecken die kleinen, grünen Kugeln, und doch spielen sie eher eine Nebenrolle in deutschen Küchen. Mit seinen gesunden Inhaltsstoffen und dem leicht nussigen Aroma hätte das ideale Wintergemüse jedoch eine Hauptrolle verdient in Töpfen und Pfannen – besonders jetzt, wo die Erkältungswelle hochschlägt. Rosenkohl nämlich enthält so viel Vitamin C wie kaum ein anderes Gemüse. Klar, der Vitamin-C-Gehalt sinkt beim Kochen, Dämpfen oder Braten, deshalb sollten die schmackhaften Röschen häufiger auf den Tisch kommen.

veröffentlicht am 17.01.2017 um 16:41 Uhr
aktualisiert am 17.01.2017 um 17:20 Uhr

Sandra Wiedemann und Richard Babbe verkaufen auf dem Wochenmarkt frisch geernteten Rosenkohl. Foto: sto
Stolte Christiane

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Christiane Stolte Reporterin
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Manche Rosenkohl-Fans genießen die gesunden Minis in kleinen Mengen auch als Rohkost. Den Kohl einfach in sehr dünne Scheibchen hobeln und in einem Dressing eine kurze Zeit marinieren. Wem das zu roh ist, der kann die Kugeln drei Minuten blanchieren und dann in Eiswasser abkühlen. Probieren geht auch hier über Studieren. Angeboten wird Rosenkohl derzeit in rauen Mengen – auch auf dem Wochenmarkt, wo er aus eigener Ernte erhältlich ist – beispielsweise am Stand der Familie Munzel-Piepenbrink.

„So langsam wird Rosenkohl bei den Kunden wieder beliebter“, weiß Sandra Wiedemann aus ihrer langjährigen Verkaufserfahrung. Auch junge Leute seien mittlerweile auf den Geschmack gekommen. Vor einigen Jahren sei Rosenkohl eher in den Töpfen der älteren Kundschaft gelandet. Kinder haben ihn oft verschmäht, weil sie den etwas bitteren Geschmack nicht mochten. Dass der „Sprossenkohl“ immer beliebter wird, könnte einerseits daran liegen, dass die neuen Züchtungen weniger Bitterstoffe enthalten, andererseits aber auch, weil sich Rosenkohl vielseitig zubereiten lässt.

Skeptiker haben vielleicht noch nicht das richtige Rezept entdeckt. Dabei sind gerade diese Minis besonders vielseitig und lassen sich – egal, ob man sie dünstet, kocht, püriert, schmort, glasiert oder überbackt – vom Auflauf über Suppe, Quiche und Gratin bis hin zum Ragout auf immer wieder neue Art zubereiten. Oberstes Gebot bei allen Zubereitungsarten sollte die Frische des Gemüses sein. Durch und durch welke und nicht geschlossene Röschen sollten links liegen gelassen werden. Sattgrün und knackig rund müssen die Röschen sein. Unabhängig von der Zubereitungsart ist bei der Vorbereitung Folgendes zu beachten: zunächst die Strünke auf möglichst eine Länge kürzen, die äußeren kleinen Blättchen entfernen, die Röschen gründlichen waschen und dann die Strünke mit einem Küchenmesser x-förmig oder kreuzförmig einschneiden, damit die Röschen gleichmäßig garen.

Rosenkohl wird immer beliebter – dank neuer Züchtungen, die weniger Bitterstoffe enthalten. Foto: pixabay
  • Rosenkohl wird immer beliebter – dank neuer Züchtungen, die weniger Bitterstoffe enthalten. Foto: pixabay

Rosenkohl soll um 1800 herum in Belgien in der Gegend von Brüssel erstmals kultiviert worden sein. Daher stammt auch der Name „Brüsseler Kohl“. Anderen Angaben zufolge soll der Anbau von Rosenkohl bereits im 16. Jahrhundert in den „Spanischen Niederlanden“, dem heutigen Belgien, erfolgt sein. Fakt jedoch ist, dass er Anfang des 19. Jahrhunderts nicht nur in den Vereinigten Staaten seinen Einzug gehalten hat, sondern auch in Europa. Letztendlich spielt seine Herkunft aber keine Rolle. Schön, dass es ihn gibt, den vielseitigen Rosenkohl, der übrigens auch im Backofen zubereitet lecker schmeckt, kommt auf diese Weise doch sein nussiges Aroma besonders gut zur Geltung.

Information

Rosenkohl mit Parmesan überbacken

Die Zubereitung ist einfach und geht schnell: Röschen halbieren und in gutem Olivenöl mit Salz und Pfeffer, einem Hauch geriebener Muskatnuss marinieren, dann auf einem Backblech mit der Schnittfläche nach unten legen, je nach Geschmack mit Rosmarinzweigen belegen und dann bei rund 200 Grad etwa 25 bis 30 Minuten backen. Nach etwa 15 Minuten den Rosenkohl wenden. Die Röschen sind fertig, wenn sie eine bräunliche Farbe angenommen haben. Außen sollten sie knusprig und innen weich sein. Als i-Tüpfelchen den fertigen Rosenkohl reichlich mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen. Lecker! Selbst „Rosenkohl-Muffel“ werden begeistert sein.



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