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Als der erste Multimedia-Computer in Deutschland eingeführt wurde

Amiga – für viele die beste Freundin

Heute käme dieser Termin mit der Vorstellung des neuen iPhones 5,6,7 oder auch 8 gleich: Es wäre eine Huldigung an die Technik, eine Vergötterung der Macher. Als am 23. Juli 1985 der Heimcomputer Amiga des legendären Herstellers Commodore vorgestellt wurde, stand nicht nur die Fachwelt Kopf. Mit Commodores Heimcomputern wachsen in den Achtzigern viele Menschen auf, vor allem der günstige VC20 und der extrem populäre C64 bringen so manchem die Welt der Computer näher. Doch diese Rechenmaschinen waren doch irgendwie schwach, sie eigneten sich kaum für den ernsthaften Arbeitseinsatz oder gar für Multimedia-Aufgaben. Eine grafische Oberfläche boten sie schon gar nicht.

veröffentlicht am 23.07.2012 um 00:00 Uhr

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Beim Amiga (aus dem Spanischen; zu Deutsch: Freundin) war alles anders als je zuvor. Mit 16-Bit-Technik, Motorola-Prozessor mit 7,14 Megahertz, vielen modernen Schnittstellen, grafischer Oberfläche und Mausbedienung hatte Commodore einen leistungsfähigen Heimcomputer entwickelt, der auch für die Videobearbeitung eingesetzt werden konnte.

Die Amiga-Serie wurde ein Erfolg und insbesondere zu einer beliebten Spieleplattform, die heute noch vielen Computernutzern in Erinnerung ist. Allein zwei Millionen Deutsch haben den Commodore Amiga in ihren Schreib- und Wohnzimmern stehen gehabt. Commodore konnte Anfang der 80er auch auf Marktanteile von über 50 Prozent bei Bürocomputern stolz sein. Doch auch trotz des überaus großen wirtschaftlichen Ertrags, den der Amiga in die Kassen der Macher spülte, konnte der Hersteller Commodore nicht lange überleben. Es heißt, Commodore habe in den Jahren nach dem Amiga die technische Entwicklung verschlafen, die Rendite des erfolgreichen Amiga nicht ausreichend in neue Technik-Investitionen gesteckt. Das Ende einer Ära war so programmiert: Neun Jahre nach der Einführung des Amiga verschwand das Ur-Unternehmen Commodore vom Markt. Das Unternehmen ging 1994 in die Insolvenz.

Die Konkurrenz schlief nicht. Im harten Marktkampf um die Gunst der Computer-Nutzer hatte der IBM-PC die Nase vorn. Zwar wurde der Name Commodore von anderen Herstellern weitergeführt, doch den Kultstatus der 80er Jahre erreicht Commodore nie wieder.

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Der Amiga ist heute ein Museumsstück, in Erinnerungen an lange Nächte und unbeschreibliche Spielgrafiken bleibt er vielen Nutzern gegenwärtig.

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