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Was ist aus den 18 gemeinnützigen Projekten des Hamelner Freiwilligentags geworden?

Am Abend hört das Engagement nicht auf

Hameln (ch). Anwälte machen mit den Bewohnern eines Pflegeheims einen Ausflug, IT-Experten zeigten Senioren, wie sie mit dem Computer umgehen können, und Menschen, die sonst den ganzen Tag im Büro sitzen, greifen zu Pinsel und Farbe: Beim Hamelner Freiwilligentag am 23. September 2011 engagierten sich Hamelner Unternehmen für gesellschaftliche Belange in ihrer Stadt.

veröffentlicht am 04.01.2012 um 06:00 Uhr

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Um das bürgerschaftliche Engagement zu stärken und auszubauen, hatte die Stadt Hameln gemeinsam mit der Freiwilligenagentur des Paritätischen Hameln-Pyrmont den ersten Hamelner Freiwilligentag initiiert. Für insgesamt 18 Projekte wurden bei der von der Dewezet unterstützten Aktion Mithelfer gesucht.

Ob sich für alle Projekte Helfer finden würden, und ob man es schaffen würde, sie an einem Tag umzusetzen, war im Vorhinein nicht klar. Doch ein Vierteljahr später blickt Anja Sprich von der Stabstelle Ehrenamt bei der Stadt Hameln mit Stolz auf den Tag zurück: „Es war ein Riesenerfolg.“ 36 Unternehmen und Privatpersonen nahmen teil, insgesamt waren rund 200 Personen an Organisation und Durchführung des Tags beteiligt. Bis auf die BMX-Dirtbahn seien alle Projekte umgesetzt worden.

„Ohne den Freiwilligentag hätten wir das nicht so schnell geschaft,“ sagt Sabrina Meier vom Dream Pflegeheim im Haus am Ohrberg. Hier wurde mithilfe der Gesellschaft Impuls eine Tastwand aus verschiedenen Materialien wie Holz, Kork, Muscheln und Kunstgras gebaut. Dadurch sollen unterschiedliche taktile Reize ausgelöst und so Körperempfinden, Konzentration und Orientierung gefördert werden. Nicht nur die Profiteure der gemeinnützigen Arbeit sind zufrieden, sondern auch viele Unternehmen blicken positiv auf die Freiwilligenaktion zurück.

Am 23. September konnten nicht alle der 17 durchgeführten Projekte fertiggestellt werden. So wurde das Projekt im Münster beispielsweise erst einige Wochen später fertiggestellt. Dort sollte der Zugang zu den Glocken im Westturm so hergerichtet werden, dass der Anstieg sicher ist. Am Freiwilligentag selbst war das Material hochgebracht und vermessen worden.

„Jetzt sind alle Projekte abgeschlossen“, sagt Anja Sprich. Nur das Projekt des Stadtjugendrings, der gemeinsam mit Jugendlichen eine BMX-Dirtbahn hatte bauen wollen, habe man nicht realisieren können. „Es war einfach zu groß“, sagt Juliane Gorka vom Stadtjugendring. Ungeklärte rechtliche Aspekte, wie die Frage der Versicherung, sowie die Suche nach einer geeigneten 700 Quadratmeter großen Fläche hätten es notwendig gemacht, das Projekt zu verschieben. „Wie wollen das Projekt aber auf jeden Fall weiterverfolgen“, versichern sowohl Gorka als auch Sprich.

Durch den Freiwilligentag wurden auch Kontakte zwischen Unternehmen und Hamelner Organisationen geknüpft, die weiter Bestand haben. „Der Kontakt steht, und wir planen auch für die Zukunft gemeinsame Projekte“, erklären Michael Jungnitz vom Altenpflegeheim St. Monika und Dr. Bernhard Niepelt vom Anwaltshaus seit 1895. Anstatt eines Betriebsausflugs hatten sich Kanzleimitarbeiter mit Bewohnern des Altenpflegeheims getroffen. „Es ist nichts konkret geplant, aber bei Bedarf könnten wir etwas gemeinsam machen“, sagt Niepelt. Im Gespräch sei zum Beispiel, Vorlesenachmittage anzubieten. Auch eine Zaubervorführung sei denkbar. „Ich denke, die Organisationen haben jetzt weniger Hemmungen, bei Unternehmen um Unterstützung zu bitten“, sagt Sprich. Nach der positiven Erfahrung mit der Aktion soll es auf jeden Fall wieder einen Freiwilligentag geben.

Vor allem Projekte, in denen die Begegnung zwischen Menschen aus unterschiedlichen Bereichen gefördert werde, sollten dann vermehrt stattfinden, hofft Sprich. Ob der zweite Hamelner Freiwilligentag bereits in diesem oder erst im nächsten Jahr stattfinden wird, steht noch nicht fest.

Der Artikel über den Freiwilligentag erschien am 9. Juli 2011. Zweieinhalb Monate vor der Aktion war nicht einmal die Hälfte der Projekte vermittelt. Foto: Archiv



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