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Von 1974 bis 1994

Als die deutsche Nationalmannschaft noch selbst gesungen hat

„Fußball ist unser Leben“ war der Anfang, „Far away in America“ das Ende. Ein Rückblick auf die Zeit, als die deutschen Nationalspieler die Musik zur Weltmeisterschaft noch selbst machten.

veröffentlicht am 12.06.2018 um 08:00 Uhr
aktualisiert am 12.06.2018 um 10:23 Uhr

Die ersten singenden Fußballer: die Mannschaft von 1974. Foto: DB/dpa

Autor:

Jenny Tobien

Das waren noch Zeiten, als die Spieler selbst zum Mikrofon griffen – erstmals 1974. „Fußball ist unser Leben“ hieß das schmissige Lied, passend zum Heim-WM-Sieg.

Vier Jahre später trällerten die Fußballer mit Udo Jürgens „Buenos dias Argentina“ – eine Schlagerschnulze, die angesichts der blutigen Militärdiktatur in Argentinien etwas grotesk und makaber anmutet.

1982 hieß der Vorsänger von „Olé España“ dann Michael Schanze.

Und 1986 schmetterte die Mannschaft mit Peter Alexander „Mexico, mi amor“. Toni Schumacher trompetete, Pierre Littbarski und Lothar Matthäus guckten gelangweilt unter den Sombreros hervor.

Vier Jahre später, 1990, zur WM in Italien durfte erneut Udo Jürgens mit „Wir sind schon auf dem Brenner“ ran.

Die wahre Turnier-Hymne lieferten aber Gianna Nannini und Edoardo Bennato mit „Un‘ Estate Italiana“, ein bis heute gerne gespielter Klassiker beim Italiener an der Ecke. Sofort sind wieder die Bilder zum WM-Sieg im Kopf: Der Elfmeter von Andi Brehme, Matthäus, der den Pokal in die Höhe streckt oder ein einsam über den Platz streifender Franz Beckenbauer.

1994 betrat der damals doch recht konservative DFB dann musikalisches Neuland. Passend zu den USA sangen die Village People auf Englisch „Far Away in America“. Umringt von der Schwulen-Band aus der Disco-Zeit der 70er, in Indianer- und Polizisten-Kostüm, sahen beispielsweise Mario Basler und Berti Vogts etwas deplatziert aus

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