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Ein halbes Jahr nach dem Ratsbeschluss sind bis auf zwei alle Sirenen für den Zivilschutz installiert

Alarmsystem fast vollständig – Schallprobe folgt

von catherine holdefehr

veröffentlicht am 01.02.2012 um 06:00 Uhr

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Hameln. 90 000 Euro sind eine Menge Geld für etwas, das nach dem Wunsch aller hoffentlich nie gebraucht werden wird: Sirenen, die vor einem Atomunfall warnen. Im Mai 2011 hatte der Hamelner Stadtrat beschlossen, noch im selben Jahr 90 000 Euro in elektronische Sirenen für den Zivilschutz zu investieren. Der Entscheidung vorausgegangen war der GAU im japanischen Atomkraftwerk Fukushima. Um bei einer ähnlichen Katastrophe im Atomkraftwerk Grohnde die Bevölkerung schnell und flächendeckend informieren zu können, hatte die damalige Mehrheitsgruppe beantragt, statt wie zuvor geplant von 2010 bis 2014 jährlich 30 000 Euro für elektronische Sirenen in das Investitionsprogramm einzustellen, die komplette, noch ausstehende Summe sofort zu verwenden. Das Alarmsystem könnte zudem bei Hochwasser, Chemieunfällen und Großbränden warnen, so die Idee.

In dem halben Jahr nach dem Ratsbeschluss sind schon mehrere Sirenen installiert worden: In Tündern, Hilligsfeld, Afferde, Welliehausen, Holtensen, Halvestorf, Klein Berkel, zwei in Hameln und auch in der Schule Rohrsen gibt es die Alarmsysteme bereits. Weitere Sirenen sollen noch am Albert-Einstein-Gymnasium und dem Hamelner Rathaus angebracht werden. „Diese Sirenen konnten aufgrund von Liefer- und Terminschwierigkeiten der Aufbaufirma noch nicht montiert werden“, erklärt der Sprecher der Stadt, Thomas Wahmes. Im Februar oder März sollen diese fehlenden Anlagen installiert werden. „Dann ist eine Schallprobe geplant, um festzustellen, ob noch weitere Sirenen erforderlich sind“, sagt Wahmes. Mögliche Gebiete, in denen dann noch nachgerüstet werden müsste, sind das Gewerbegebiet Süd und die Nordstadt. Denn Ziel ist es, mit den neuen Sirenen und bereits vorhandenen das gesamte Stadtgebiet abzudecken.

Ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton ist in Deutschland der Signalton, der für den Zivilschutz verwendet wird. Mit den neuen Sirenen lassen sich aber auch andere akustische Signale erzeugen. Eine Information für die Bevölkerung, so die Auskunft der Stadt, wird noch erfolgen, sobald die beiden noch fehlenden Sirenen aufgebaut wurden.

Der Artikel über die geplante Sirenen-Investition erschien am 28 Mai 2011, nachdem der Rat bewilligt hatte, die Summe auf einmal zu investieren.

Foto: Archiv



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