weather-image
16°
×

Knapp drei Wochen nach dem Bericht: Leserin will an Asylbewerber vermieten

Afghanische Familie findet Wohnung

Rinteln (pk). In der vergangenen Woche hat der Stadtrat die Schließung des Asylheims in der Waldkaterallee beschlossen (wir berichteten) – ungeachtet der Tatsache, dass sich die Wohnungssuche auf dem freien Wohnungsmarkt für Asylbewerber in Rinteln und Umgebung schwierig gestaltet. Zwar bleibt das Asylheim im Bahnhofsweg als einziges Flüchtlingsheim im Landkreis Schaumburg bestehen. Aber die derzeit noch in der Waldkaterallee untergebrachten Asylbewerber sollen künftig dezentral untergebracht werden – so wie etwa die afghanische Kleinfamilie Rahini. Seit fast einem Jahr sucht sie bereits eine Wohnung – ohne Erfolg. Jetzt hat eine Leserin auf unseren Zeitungsartikel vom 11. Mai reagiert und bietet der Familie beziehungsweise dem dafür aufkommenden Job-Center eine Wohnung in der Rintelner Altstadt an.

veröffentlicht am 30.05.2012 um 00:00 Uhr

Klar, einerseits sucht Ursula Petri aus Kükenbruch im Extertal schlichtweg einen Mieter für die Wohnung. Andererseits habe sie aber eben auch durchaus das Bedürfnis gehabt, „der Familie ein bisschen zu helfen“, sagt sie am Telefon unserer Zeitung gegenüber. Außerdem stelle sie sich vor, dass es für eine alleinstehende und alleinerziehende Frau in einem fremden Land noch einmal besonders schwierig sei, klarzukommen.

Die Vorbehalte anderer Vermieter gegenüber Fremden könne sie dagegen nicht nachvollziehen. „Ich habe jedenfalls nichts gegen Migranten, und deshalb war das für mich auch keine Hürde“, sagt Petri.

Die afghanische Familie hat sich die Wohnung bereits gemeinsam mit Sozialarbeiter Norbert Rose angesehen. „Dabei waren sich Frau Rahini und Frau Petri jedenfalls einig“, erzählt Rose. Zwar entspreche die Wohnung den Vorgaben. Aber das letzte Wort habe als Kostenträger eben das Job-Center – und dessen Zusage stehe noch aus.

Die bereits seit einem Jahr nach einer Wohnung suchende Familie wäre erleichtert, wenn es mit der Wohnung von Ursula Petri klappen würde. „Wir haben uns in der Zwischenzeit auch weitere Wohnungen angesehen, auch außerhalb von Rinteln“, sagt Rose. „Aber am Ende haben immer beide Seiten abgelehnt. Frau Rahini nicht zuletzt deshalb, weil die Wohnungen oft zu weit außerhalb lagen.“

Verständlich, wenn man kein Auto hat und auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, die Geld kosten, das man nur in begrenzten Maßen hat.

Die Wohnung von Petri liegt dagegen völlig zentral. So käme Homeyra Rahini leicht nach Stadthagen, wo sie zurzeit an einem Integrationskurs teilnimmt – und ihr zehnjähriger Sohn Arash bräuchte nicht extra noch einen Schulwechsel vornehmen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2020
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt