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Die häufigsten Tricks im Überblick

Achtung, Falle! Betrugsmaschen in sozialen Netzwerken

Wer in sozialen Netzwerken unterwegs ist, sollte ebenso wie in der analogen Offline-Welt auf der Hut vor Betrügern sein. Mit diversen Tricks versuchen diese, an die privaten Daten ihrer Opfer zu kommen oder sie im schlimmsten Fall, um einen größeren Geldbetrag zu erleichtern. Auf dieser Seite geben wir einen Überblick über die beliebtesten Betrugsmaschen in sozialen Netzwerken wie Facebook oder in Nachrichtendiensten wie WhatsApp.

veröffentlicht am 23.01.2018 um 18:49 Uhr

llustration: wordart.com
Nicole Trodler

Autor

Nicole Trodler Onlineredakteurin zur Autorenseite

Kopierte Profile

Was passiert? Die folgende Masche wird besonders gern im sozialen Netzwerk Facebook benutzt. Das Opfer erhält über den Messenger eine Nachricht von einem angeblichen Freund, der behauptet, er hätte sein Telefon verloren oder es sei ihm geklaut worden und deshalb um die Telefonnummer bittet. Meist steckt hinter der Anfrage ein täuschend echt aussehendes kopiertes Profil des Freundes. Mit der Handynummer wollen die Betrüger bestimmte Leistungen erwerben. Über den Kontakt zum Opfer kommen sie an die benötigten Transaktionscodes.

Was tun? Wenn die Möglichkeit besteht, sollte man den Freund auf einem anderen Weg kontaktieren, um ihn zu warnen, dass sein Konto kopiert worden ist. Um zu verhindern, dass das eigene Konto kopiert wird, sollte man so viele Inhalte wie möglich vor der Öffentlichkeit verbergen und auch die Freundesliste nicht allgemein einsehbar lassen. Um Betrügereien mit Mobilfunknummern zu verhindern, kann man beim eigenen Anbieter auch eine Drittanbietersperre einrichten lassen. Dann können fremde Unternehmen nicht über die Handyrechnung abbuchen.

Dubiose Links in Nachrichten

Was passiert? Auch bei dieser Betrugsmasche werden Nachrichten von angeblichen Freunden verschickt. In diesen Nachrichten befinden sich dann Links, auf die das Opfer klicken soll. Die Täter bauen dabei auf die Neugier ihres Adressaten, indem sie beispielsweise behaupten, dass es im Internet ein Video gäbe, auf dem es zu sehen sei. Nach dem Klick auf den Link sieht es dann zunächst auch so aus, als sei man auf einer seriösen Seite gelandet. In Wahrheit ist es jedoch eine nachgebaute Seite, die allein darauf ausgelegt ist, an die Login-Daten des Opfers zu gelangen, um das Konto zu übernehmen. Manchmal führen derartige Links auch auf Seiten, auf denen man Browsererweiterungen installieren soll. Der Zweck einer solchen Installation ist derselbe: Zugriff auf das Konto.

Was tun? Wie heißt es so schön: Erst denken, dann klicken. Meist genügt es schon, auf das Bauchgefühl zu hören und im Zweifel den gesunden Menschenverstand über die Neugier triumphieren zu lassen. Wenn man sich doch einmal verklickt hat, den Rechner oder das Smartphone so bald wie möglich nach Schadsoftware durchsuchen lassen.

Dubiose Gewinnspiele

Was passiert? Wer will nicht gerne etwas gewinnen? Eine Reise, ein Auto, Geld oder einfach nur einen Gutschein zum Einkaufen? In sozialen Netzwerken kursieren unzählige Gewinnspiele, die meisten davon sind allerdings nicht echt. Die Masche: Mit hochwertigen Preisen so viele Menschen wie möglich dazu bringen, das Gewinnspiel zu liken, zu kommentieren und zu teilen. Je mehr Interaktion, desto mehr potenzielle Opfer werden durch den Beitrag erreicht. In einem nächsten Schritt werden die Teilnehmer dann aufgefordert, einem Link zu folgen, um ihren Gewinn zu sichern. In einem Gewinnspielformular sollen persönliche Angaben eingetragen werden, denn genau das ist es, worauf die Betrüger aus sind: Die Daten ihrer Opfer. Diese können dann für gutes Geld weiterverkauft werden. Dass man dazu sein Einverständnis gegeben hat, kriegt man gar nicht mit. Es stand im Kleingedruckten. Den Preis gibt es übrigens auch nie.

Was tun? Oft genügt bereits ein Blick auf die Seite, von der das Gewinnspiel stammt. Gibt es ein Impressum, eine Kontaktmöglichkeit? Nein! Dann Finger weg und vielleicht lieber mal wieder ein Kreuzworträtsel lösen.

Kettenbriefe

Was passiert? Es sind meist Warnungen oder Versprechen: Wenn du diese Nachricht weiterschickst, gelingt dir in den nächsten Tagen alles, was du dir vornimmst! Oder: Aufgepasst, tue dies oder jenes nicht, sonst passiert etwas ganz Schlimmes! Der gute alte Kettenbrief hat auch im Internet-Zeitalter nichts von seiner Wirkkraft verloren und wird nun über Messenger wie WhatsApp tausendfach geteilt. Der Ursprung der Spam-Nachricht lässt sich meist gar nicht mehr zurückverfolgen. Wollte sich jemand einen Scherz erlauben, für Beschäftigung sorgen oder ist es ein Trick, um an neue Kontaktdaten zu gelangen, die man weiterverkaufen kann?

Was tun? Den Kettenbrief nicht weiterverbreiten und die Person, von der man ihn bekommen hat, darauf aufmerksam machen, dass es sich um Spam handelt.

Scamming

Was passiert? Im Grunde funktioniert Scamming (vom englischen Wort Scam = Betrug) nach einem ähnlichen Prinzip wie der aus der analogen Welt bekannte Enkel-Trick. Während sich bei Letzterem ein vermeintlicher Enkel per Telefon meldet und um Geld bittet, schreiben Scammer ihre Opfer per Messenger an und bemühen sich eine persönliche Beziehung aufzubauen. Bevorzugtes Ziel sind Frauen, die zunächst mit Liebesbekundungen und Komplimenten überhäuft werden. Nach einiger Zeit kommt jedoch die wahre Absicht der Annäherung zum Vorschein, wenn der neue Freund plötzlich um Geld bittet, weil er in einer persönlichen Notlage sei.

Was tun? Auf keinen Fall sollte Geld überwiesen werden, am besten den Kontakt sofort abbrechen.

Falsche Sperrandrohung

Was passiert? Wer plötzlich eine Meldung von der Facebook Security bekommt, ist mit Sicherheit erst einmal beeindruckt. Nur dass es sich möglicherweise gar nicht um die echte Facebook-Security handelt. Nutzern, denen mit der Blockade oder Sperre des Kontos gedroht wird, weil sie angeblich die Facebook-Richtlinien verletzt haben, sollten erst einmal skeptisch sein. Wenn dann zur Umgehung der Strafe gefordert wird, einem bestimmten Link zu folgen, um das Konto zu bestätigen, handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um einen Betrugsversuch. Dieser Link führt höchstwahrscheinlich auf eine gefälschte Login-Seite, über welche die Betrüger sich Benutzername und Passwort ihres Opfers beschaffen können.

Was tun? Wer eine Nachricht erhält, sollte sich vergewissern, ob sie von einem seriösen Facebook-Konto kommt. Offizielle Konten des Sozialen Netzwerks sind mit einem blauen Haken gekennzeichnet. Fehlt dieser und sieht das Konto generell unseriös aus (falsche Schreibweise, Sonderzeichen im Namen etc.), kann die Nachricht getrost ignoriert werden. Das falsche Konto am besten melden.



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