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Bereits im zweiten Jahr werden in Hameln Früchte geteilt / Staudensharing schleppend angelaufen

50 Mitglieder tauschen Erntehilfe gegen Obst

Hameln (ch). Ein geteiltes Auto ist heute nichts Ungewöhnliches mehr, doch einen Obstbaum zu teilen, ist zumindest im Werserbergland neu: Obstsharing lautete die Idee, die die Hamelnerin Kerstin Wollenweber vor einem Jahr gemeinsam mit dem BUND Hameln-Pyrmont ins Leben gerufen hatte. 50 Obstsharing-Partner haben sich seitdem angemeldet.

veröffentlicht am 06.06.2012 um 06:00 Uhr

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Pralle, rote Kirschen, süße Mirabellen und Pflaumen – wer selbst keinen eigenen Garten hat, kauft sein Obst auf dem Markt oder an der Obsttheke im Supermarkt. Doch auf die Freude, die Früchte selbst ernten und direkt vom Baum naschen zu können, muss er dann verzichten. Nicht so beim Obstsharing: Hier können Obstliebhaber eigenhändig pflücken. Umgekehrt können Gartenbesitzer, die vor lauter Obst nicht mehr wissen, wohin damit, die Früchte loswerden, und müssen nicht einmal selbst ernten. „Ich hatte einen 80-Jährigen, der seinen Apfelbaum sogar absägen lassen wollte, weil es ihm zu viel Arbeit war“, erzählt Thomas Kuper vom Umweltzentrum Hameln, das das Obstsharing in diesem Jahr organisiert. Er kümmerte sich darum, dass eine Frau in den Garten fuhr und alle Äpfel aberntete.

Besonders Kirschen und Mirabellen gab es nach Aussage des Umweltzentrums im vergangenen Jahr en masse abzugeben. „Für das Angebot gab es bei weitem nicht genug Interessenten“, sagt Kuper. In diesem Jahr hofft er, dass sich noch mehr Pflückbegeisterte finden, damit das Obst nicht verkommt. Sowohl Pflücker als auch Obstbaum-Besitzer können sich auf einer Liste eintragen lassen. Ist ein neuer Baum im Angebot, werden sie per Rundmail sofort benachrichtigt. Auch Stauden können hier registriert werden. Zum Tausch oder zum Verschenken, wenn die selbst gezogenen Pflänzchen überhandnehmen. Bislang läuft das Staudensharing noch etwas schleppend.

„Ich würde mir für dieses Jahr wünschen, dass diejenigen, die zum Pflücken kommen, etwas mehr mithelfen“, sagt Kuper. Gerade für ältere Obstanbieter sei es oft hilfreich, wenn sich die Erntehelfer anböten, noch einmal kurz das Fallobst aufzuheben oder den Platz zu rechen. „Einfach noch einmal fragen, ob man helfen kann, wäre nett.“

Wer demnächst auch Kirschen direkt vom Baum pflücken möchte oder Hilfe sucht, um dem Fallobst zuvorzukommen, kann sich per E-Mail unter Umweltzentrum-hameln@online.de oder montags bis freitags von 8 bis 12 sowie montags und mittwochs von 13 bis 16 Uhr telefonisch unter 05151/13671 melden.

Am 25. Mai 2011 startete das Obstsharing in Hameln. Seitdem wurden bereits kiloweise Früchte von freiwilligen Erntehelfern geerntet, die sich über das frische Obst freuen.Foto: Archiv



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