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CDU/FDP und DU wollen Gruppe bilden

Rot-Grün ohne Mehrheit im Stadtrat

HESSISCH OLDENDORF. SPD und Bündnis 90/Die Grünen werden ohne Mehrheit in der Kleinstadt an der Weser regieren. Gern hätte man Gabriele Müller von der FDP ins Boot geholt, doch die Ratsdame aus Fuhlen steht der CDU näher und hat sich deshalb entschieden, weiter mit den Christdemokraten zusammenzuarbeiten.

veröffentlicht am 04.11.2021 um 11:00 Uhr

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Reporter

Wenn sich CDU, FDP und Die Unabhängigen noch einig werden und eine Gruppe bilden, verlieren SPD und Grüne auch die Mehrheit im Verwaltungsausschuss. In Richtung CDU/FDP sagt der bisherige Gruppensprecher von SPD und Grünen, Kai-Uwe Eggers: „Ich setze wie in der Vergangenheit auf ein Miteinander und glaube an gute Lösungen.“

Bei jeweils vier VA-Mitgliedern auf der einen und auf der anderen Seite wird Bürgermeister Tarik Oenelcin das Zünglein an der Waage sein. Mit Blick auf den Verwaltungsausschuss dürfte nicht schwer zu erraten sein, wann der erste Mann in der Weserstadt und im Rathaus seine Stimme als Bürgermeisterkandidat der Christdemokraten in eben diese Waagschale werfen wird, schließlich ist sein Wahlprogramm mit dem der CDU identisch gewesen. Den Sozialdemokraten mit elf und den Grünen mit fünf Ratsmitgliedern stehen die Christdemokraten mit elf Sitzen, FDP mit einem Sitz und DU mit zwei Sitzen gegenüber. Ebenso viele Sitze hat die AfD. „Unsere Rolle sehe ich darin, die Sache zu sehen und zu entscheiden, welchen Anträgen wir zustimmen und welchen nicht“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der CDU, Karlheinz Gottschalk. Und er fügt an: „Wir werden selbstverständlich nicht alles verhindern, was SPD und Grüne wollen – aber bei den Abstimmungen gut abwägen.“

Gottschalk verschweigt nicht, dass CDU und FDP auch „bei einer ganz großen Koalition mitgemacht hätten. Gespräche sind geführt worden.“ Wenn es in der konstituierenden Ratssitzung, die am Donnerstag um 19 Uhr in der VfL-Sporthalle am Rosenbusch beginnt, um Personalien geht, ist die Marschroute der Gruppe CDU/FDP/DU auch klar. Bei den Wahlen zu den Stellvertreterinnen oder Stellvertretern des Hauptamtlichen Bürgermeisters geht Gottschalk davon aus, dass man sich die Verantwortung teilt, die Gruppe SPD/Grüne eine Person benennen wird und ebenso CDU/FDP. Eggers will dazu noch nichts sagen. Er spricht von der „spannendsten Ratssitzung seit Jahrzehnten“, betont vonseiten der SPD und Grünen „Kompromissbereitschaft und Respekt im Umgang miteinander“. Ebenso wie Gottschalk sieht Eggers „ganz große Probleme und große Herausforderungen, die gemeistert werden müssen“.



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