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Hilfe bei Friedhofspflege

„Kreative Anpacker“ schmieden Pläne: Arbeiten am Panorama-Waldweg geplant

RUMBECK. Es gibt sie in einigen Dörfern in der Stadt Hessisch Oldendorf, Dorfgemeinschaften, die kulturelles Leben pflegen, die zu Veranstaltungen einladen und Menschen die sich nach dem Berufsleben engagieren.

veröffentlicht am 28.08.2021 um 13:00 Uhr

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Reporter

In Großenwieden sind dies „Die fünfte Kolonne“ oder der „Männertreff“, in Rumbeck die „Kreativen Anpacker“, die dafür sorgen, dass es in ihren Heimatorten schön aussieht, dass Plätze, Wege und Anlagen gepflegt werden.

Aufgrund der Kontaktbeschränkungen in den letzten Monaten haben die Rumbecker „Kreativen Anpacker“ keine größeren Projekte in Angriff genommen, sie sind aber auch nicht untätig. So werden zwei Bänke restauriert, eine Wander-Bank am Verbindungsweg nach Klein-Heßlingen aufgestellt, die Schäden an der Grillhütte beseitigt, diese neu gestrichen, Hecken geschnitten und Plätze gemäht und gereinigt. Nun haben sich die „Kreativen Anpacker“ aufgemacht und nach weiteren Projekten in Rumbeck umgeschaut. Dazu sind sie mit Trecker und Wagen durchs Dorf, durch die Feldmark und zum Waldrand gefahren, und sie haben sich den Friedhof näher angeschaut.

Der Vorstand der Jagdgenossenschaft hat sich der Bereisung angeschlossen, um sich ebenfalls ein Bild über den Zustand der Feldwege, der Gräben und den notwendigen Rückschnitten von Grün zu machen. Diese Themen sollen später mit Bernd Söhlke, bei der Stadtverwaltung in Hessisch Oldendorf zuständig für diese Bereiche, besprochen werden.

Die „Kreativen Anpacker“ sorgen dafür, dass es in ihrem Heimatdorf gut aussieht. Auch der Platz an der Friedenseiche wird von ihnen gepflegt. Foto: PJ

Auf der Liste der „Kreativen Anpacker“ werden viele Themen notiert. Den Männern aus dem Weserdorf am westlichen Rand zum Landkreis Schaumburg ist aber klar, dass sie nicht einfach loslegen können. Ihre Vorhaben müssen über den Ortsrat Sonnental beziehungsweise über die Stadtverwaltung laufen. Nicht alles können sie alleine wuppen, der Einsatz des Baubetriebshofes mit seinen Maschinen ist teilweise zweckmäßiger als die Handarbeit der „Kreativen Anpacker“.

„Wir haben einen sehr schönen Panorama-Waldweg, der vom Ellern bis nach Hohenrode geht. Diesen Weg möchten wir für Spaziergänger attraktiver machen, indem wir Bänke reparieren, eine neue Bank dort aufstellen, wo früher einmal eine gestanden hat. Und wir wollen dort Sichtfelder schaffen, sodass man einen schönen Blick ins Wesertal hat“, fasst Karlheinz Gottschalk die Planung der „Kreativen Anpacker“ zusammen.

Äußerst entsetzt sind einige Mitglieder der Rumbecker Rentnertruppe, die lange nicht mehr auf dem Friedhof war, denn der Pflegezustand lasse zu wünschen übrig. Immer wieder hätten sich Besucher des Friedhofes zuvor bereits beschwert. Insbesondere der lieblose Zustand der Urnen-Rasengräber falle ins Auge. „Wir Rumbecker haben über Spenden die Platte für das Urnen-Rasengrab von Helmut Bültemeier finanziert, da Helmut keine Angehörigen hatte, und wir möchten eine würdevolle Grabstelle“, sagt Gottschalk.

„Wir wissen, dass dem Baubetriebshof für aufwändige Handarbeit auf dem Friedhof nicht genügend Zeit und Geld zur Verfügung steht.“ Seine Idee, es den Zersenern nachzumachen, wo „zusätzliche Pflegearbeiten von den Dorfbewohnern selbst vorgenommen werden. Ich werde versuchen, neben den ‚Kreativen Anpackern‘ eine ‚Kolonne Friedhof‘ ins Leben zu rufen.“ Und er fügt an: „Wer mitmachen möchte, kann sich gern bei mir melden.“



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