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Fair gehandelte Bälle

Ein letzter Schritt zur Zertifizierung als Fairtrade Town

HESSISCH OLDENDORF. Was lange währt, wird endlich gut: Das Sprichwort passt zum Fairtrade Town-Prozess, den Hessisch Oldendorf hinter sich hat und der sich mit der Übergabe von fair gehandelten Bällen an den VfL Hessisch Oldendorf auf der Zielgeraden befindet.

veröffentlicht am 03.08.2021 um 14:00 Uhr

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Reporterin

Zur Erinnerung: Im April 2018 beschloss der Stadtrat die Teilnahme an der internationalen Kampagne von Transfair, sich um den Titel „Fairtrade Town“ zu bewerben. Ein Jahr später wurde die dafür notwendige lokale Steuerungsgruppe gebildet, deren Sprecherin die ehemalige Ratsfrau Waltraut Brümmer ist. Neben der Koordinierung von Aktivitäten ist das Ziel der Gruppe, Personen nicht nur aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft, die sich für den fairen Handel auf kommunaler Ebene stark machen, zu vernetzen. „Mit dem Kauf fair gehandelter Produkte fördern wir eine nachhaltige, ressourcenschonende, nicht auf Armut oder Kinderarbeit aufbauende Wirtschaftsweise. So können beispielsweise menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte auf Plantagen in Entwicklungs- und Schwellenländern erreicht werden“, sagt Brümmer.

„Riesig war die Resonanz, als wir die Thematik bei einer Informationsveranstaltung im November 2019 der Öffentlichkeit nähergebracht haben – das war ein erster großer Erfolg. Im weiteren Verlauf haben wir vor Ort bereits bestehende Aktivitäten zum fairen Handel aufgelistet und Schulen, Vereine und Kirchengemeinden eingebunden, von denen manche schon seit Jahren fair gehandelten Kaffee ausschenken. Natürlich wurde auch Kontakt aufgenommen zu Einzelhändlern und Gastronomiebetrieben – und wir haben an Sitzungen der Steuerungsgruppe des Landkreises teilgenommen“, so Brümmer weiter. Weitere konkret geplante Projekte wie ein Theaterstück in Zusammenarbeit mit der Oberschule und eine Veranstaltung mit der Gleichstellungsbeauftragten unter dem Motto „Fairtrade unter dem Gesichtspunkt der Geschlechter“ seien coronabedingt ausgefallen.

„Ich freue mich, dass unsere Aufklärungsarbeit über fairen Handel vor Ort auf offene Ohren stößt, dass Stände, die wir zu besonderen Anlässen aufgebaut hatten, gut besucht waren und dass im Rathaus und künftig im StadtHaus fair gehandelte Getränke ausgeschenkt werden“, so Brümmer und weist darauf hin: „Bei ‚HO blüht auf‘ am Donnerstag, 5. August sind wir auch mit einem Infostand vertreten.“

„Mit der Übergabe von Trainingsbällen aus fairem Handel an den VfL Hessisch Oldendorf für die Mannschaften von ho-handball ist nun das letzte erforderliche Kriterium für die Zertifizierung als Fairtrade Town erfüllt worden“, erklärt Ellen Pukall. Sie hat im Rathaus die Nachfolge von Hermann Faust in der Steuerungsgruppe übernommen, ist von jetzt an in der Verwaltung Fairtrade Town-Ansprechpartnerin.

Mit dem noch ausstehenden Zertifikat darf sich Hessisch Oldendorf zwei Jahre lang offiziell Fairtrade Town nennen und verpflichtet sich, fairen Handel auf kommunaler Ebene zu fördern. Danach muss sich die Stadt erneut bewerben.



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