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Auch im zweiten Jahr ein Erfolg

Dieckmanns Konzept geht auf: Selbst ernten auf dem Bio Acker Coverden

SCHAUMBURG / HESSISCH OLDENDORF. Es ist noch immer Selbsterntezeit auf einem Acker der Familie Dieckmann in Schaumburg, direkt an der Grenze zum Hessisch Oldendorfer Ortsteil Welsede. Frische Rote Bete und Karotten in Bio-Qualität können auf dem Feld aus der Erde geholt werden.

veröffentlicht am 25.10.2021 um 13:00 Uhr

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Reporter

Wer wie Reimut Möller aus Steinbergen seinen Spaten mitbringt, der hat im Nu die Früchte zusammen, die er auf den Tisch bringen will. Es gibt aber nicht nur Rote Bete und Möhren. In einer Hütte am Feldrand kann man sich auch mit bereits gerodeten Kartoffeln der Sorten Corinna und Glorietta eindecken. Wer Süßkartoffeln liebt, der wird auch hier fündig.

Bereits im vergangenen Jahr hat die Familie Dieckmann von der Domäne Coverden zum Selbsternten eingeladen. „Wie im Vorjahr wird das Angebot auch diesmal sehr gut angenommen“, erklärt Johannes Dieckmann. Die Idee zu dieser Art der regionalen Vermarktung kommt von Dieckmanns Töchtern Johanna und Elisabeth. Wie Reimut Möller, der sich in diesem Jahr mit frischem Gemüse eindeckt, „da die Ernte im eigenen Garten gering ausgefallen ist“, sind es auch viele Menschen, die keinen eigenen Garten haben, die das Angebot von Dieckmann beziehungsweise der Biolandbau Lippe Weser KG schätzen. Mit den Erfahrungen des letzten Jahres hat die Familie das Modell verfeinert und bietet unter dem Namen „Bio Acker Coverden“ Gemüse an. Die Abernte-Aktion ist ein Teil des Dieckmann’schen Gesamtkonzeptes.

Das Feld mit den Früchten zum Selbsternten ist nicht schwer zu finden. Wer über die Umgehungsstraße in Richtung Deckbergen fährt, muss gleich hinter der Brücke nach rechts nach Schaumburg ab. An der Straße „Unter der Schaumburg“ sieht man auf der linken Seite das kleine grüne Bio-Acker-Häuschen aus Holz. Seit die Aktion läuft, haben sich schon viele, die nicht in einem Supermarkt kaufen wollen, mit Roter Bete, Karotten und Kartoffeln eingedeckt. Apropos Supermarkt: „Hier können Kinder sehen, wo ihr Essen herkommt und dass Gemüse auf Feldern und nicht im Supermarkt wächst“, sagt Johannes Dieckmann.

Seit Juli kann täglich auf dem Coverd’schen Feldern geerntet werden. Zunächst Salate und Radieschen. Zuvor ist bereits das Erntehäuschen aufgebaut und mit Erntewerkzeugen bestückt worden. Angebotslisten und eine Erklärung zu Ablauf und Abrechnung werden aufgehängt. Salate und frühe Früchte sind nachgesät worden, um ein abwechselndes Angebot vorzuhalten.

Allzulange wird jetzt auf dem Bio-Acker unter der Schaumburg nicht mehr zu ernten sein. Mit dem ersten Frost kommen die Rode-Maschinen und holen Rote Bete und Karotten aus der Erde. Mit Lastwagen werden diese zur Fabrik gebracht und dort zu Bio-Saft verarbeitet. Wer sich also rechtzeitig aufmacht, kann bis dahin Gemüse selbst frisch ernten, um es zu Hause zuzubereiten und gleich auf den Tisch zu bringen, einzulagern oder einzukochen. Und bezahlen? Jeder, der selbst erntet, kann so viel in die Kasse stecken, wie ihm die Ernte wert ist. Für die bereits beiden in zweieinhalb, fünf und zehn Kilo abgepackten Kartoffelsorten gibt es natürlich feste Preise.



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