weather-image
18°
Grünen gegen Pläne der Stadt: „Wir begünstigen Menschen, die wir nicht begünstigen müssen“

Zwist über Zuschuss bei Erschließungskosten

HAMELN. Im Süden Welliehausens soll ein Neubaugebiet entstehen. Lage am Hang, bester Blick aufs Sünteltal: Ganz billig ist das Bauen da nicht. Um einen möglichen Zuschuss zu den Erschließungskosten wird gestritten.

veröffentlicht am 13.09.2018 um 17:20 Uhr
aktualisiert am 13.09.2018 um 21:10 Uhr

Wohnen mit Aussicht: Am südlichen Rand Welliehausens soll ein neues Baugebiet entstehen. Foto: ll
Lars Lindhorst

Autor

Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Wie berichtet, rechnet die Stadt Hameln damit, dass allein der Baugrund rund 100 Euro pro Quadratmeter kosten könnte. Und womöglich werden noch einige Euros hinzukommen – Hamelns Ratspolitiker müssen noch diskutieren, ob die Stadt die Erschließung bezuschusst. Tut sie dies nicht, könnten es auch 115 Euro werden, die Bauherren für den Quadratmeter Bauland berappen müssten.

Für die Gebietserweiterung „Südlich Placken“ hatte die Verwaltung vorgeschlagen, mit Blick auf die Erschließungskosten zunächst einen Anteil von 50 Prozent selbst zu tragen und nicht dem jeweiligen Bauherren in Rechnung zu stellen. Grund für die Überlegung: In Richtung Süden ist in nicht allzu ferner Zukunft eine nochmalige Erweiterung des Baugebiets möglich. Die Erschließungskosten bräuchten die Anlieger des ersten Bauabschnittes also nicht zahlen. Vor allem würden sie nicht die Erschließungskosten der Anlieger des späteren, zweiten Bauabschnittes tragen.

Aus Sicht der Grünen im Rat sollte die Stadtverwaltung davon allerdings Abstand nehmen. „Es kann nicht Aufgabe der Stadt sein, die Kosten für Grundstückseigentümer künstlich zu drücken“, sagte Sven Kornfeld im zuständigen Fachausschuss.

Laut dem Grünen-Fraktionsvorsitzenden betrage der Zuschuss der Stadt an den Erschließungskosten rund 150 000 Euro. Schieße die Verwaltung nichts hinzu, so würde der Quadratmeterpreis von 100 auf 115 Euro steigen. „Damit begünstigen wir Menschen, die nicht begünstigt werden müssen“, so Kornfeld mit Blick auf die potenziellen Grundstückskäufer.

Kornfelds Antrag diesbezüglich wurde zunächst abgelehnt. Vom Tisch ist er dennoch nicht. Der Verwaltungsausschuss der Stadt (VA) beschloss am Mittwoch den Entwurf eines entsprechenden Bebauungsplans. Bevor der Bebauungsplan rechtskräftig wird, steht ohnehin noch die Abfrage möglicher Einwände an. Aus dem Rathaus heißt es: Der VA hat sich auch mit dem Grünen-Antrag beschäftigt. Der Antrag „bleibt im Verfahren“ und wird zu gegebener Zeit wieder aufgerufen. Ende offen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare