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Wahl-Diskussion der Wirtschaftsjunioren / Kritik an der Politik wegen Ablehnung des Bahnausbaus

Zwischen alten Grabenkämpfen und trauter Eintracht

Hameln (ch). „Talk am Turm“ in stilvoller Atmosphäre: Im Klüt-Restaurant haben Stadtratsbewerber auf Einladung der Wirtschaftsjunioren Themen der ihnen zu Füßen liegenden Stadt diskutiert.

veröffentlicht am 26.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 03:21 Uhr

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Es war eine Mischung aus Verweisen auf alte Konflikte und der Präsentation fester Standpunkte. So wurden beim Thema Leerstandsmanagement alte Grabenkämpfe zwischen Gegnern und Befürwortern der Stadt-Galerie und der Fußgängerzonensanierung erneut sichtbar. Kommentiert durch Zwischenrufe aus dem Publikum: „Ist aber jetzt so.“

Als Idee, was stattdessen gegen den Leerstand getan werden könnte, nannte die CDU das „Denken in Quartieren“. Es müsse versucht werden, in charakterlich unterschiedlichen Quartieren passende Geschäfte anzusiedeln. Die Vertreter des Frischen Windes forderten, eine Art Feinkost-Marktverkauf im Hochzeitshaus zu realisieren, um das Haus wirtschaftlich zu nutzen. Der Vorschlag der Wirtschaftsjunioren – Mietsubventionen durch die Stadt – wurde von den Politikern aus rechtlichen Gründen abgelehnt.

Während sich SPD und CDU stolz darüber zeigten, dass Hameln alle vom Bund geforderten Krippenplätze bereits geschaffen habe, hieß es bei den Grünen: „Das ist zu wenig.“ Für eine tatsächliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie müsse für alle Kinder eine ganztägige Betreuung gewährleistet sein.

Plänkeleien zwischen CDU und FDP darüber, ob die CDU im Stadtrat den Haushalt zu Recht oder zu Unrecht abgelehnt habe, gab es ebenso wie eine Diskussion zwischen CDU und SPD, ob angesichts des Haushaltsdefizits von einem „angespannten“ oder „nicht angespannten“ Haushalt zu sprechen sei. Synergieeffekte durch interkommunale Zusammenarbeit und Zusammenschlüsse besonders im Kultur- und Verwaltungsbereich oder gar eine Kreisfusion lautete ein häufig genannter Vorschlag zur Haushaltssanierung. Einig war man sich darin, dass die Stadt attraktiver werden müsse, um neue – vor allem junge – Arbeitskräfte zu gewinnen. Jedoch sollten Unternehmen dabei „nicht mit der Nähe zu Hannover, sondern mit Hameln werben“, forderten die Grünen.

Die Idee, nach dem Abzug der Briten einen Bildungscampus auf dem Kasernengelände einzurichten, wurde von allen Parteivertretern positiv aufgefasst und ein Ausbau der Hochschule Weserbergland begrüßt. Einigkeit herrschte ebenfalls darüber, den geplanten Ausbau der Gütertransporttrasse abzulehnen. Hier traf die Politik auf Widerstand bei den Wirtschaftsjunioren, die Unternehmensvorteile durch den Ausbau vermuteten und das in den Medien häufig negative Bild des Projekts infrage stellten.

Gekommen waren Werner Sattler und Karin Echtermann (SPD), Daniel Schimanski und Claudio Griese (CDU), Hans Wilhelm Güsgen (FDP), Wolfgang Meier und Julia Maulhardt (Grüne), Hermann Schmidtchen und Bruno Scharf (Unabhängige/Freie), Fritz Rieger von der Bürgerliste und Tobias Matter und Klaus Peter Symansky vom Frischen Wind. Moderator der Veranstaltung war Friedrich W. Tacke, Ressortleiter Politik und Wirtschaft der Wirtschaftsjunioren Hameln. Mit ihm am Tisch saßen noch fünf weitere Mitglieder der Wirtschaftsjunioren, die Fragen formulierten.

Hermann Schmidtchen (l.) nutzt seine zweiminütige Redezeit bei der Podiumsdiskussion. Daneben Bruno Scharf, Wilhelm Güsgen und Wolfgang Meier.

Foto: ch



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