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Kaufpreis für Walkemühle fast zusammen / Dicker Brocken kommt noch

Zweite Rate ist fällig

Hameln. Die Post ist da. Maria Sophie Bredemeyer sitzt am Tisch der Gemeinschaftsküche in der Walkemühle, schlitzt einen Brief auf und faltet ihn auseinander. Ein zufriedenes Lächeln folgt. Sie gibt ihn weiter an Charlotte Günther und Sven Kornfeld, die ebenso wie sie zur Geschäftsführung der Walke GmbH gehören. Die Stimmung ist gut. Der Brief enthält eine weitere Zusage zweier Spender über einen Kredit von 6000 Euro. Das Ziel, den Kauf der Walkemühle mithilfe von Spenden und Krediten zu finanzieren, ist fast erreicht.

veröffentlicht am 29.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 17:41 Uhr

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Autor:

Doothee Balzereit
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120 000 Euro betrug der Kaufpreis für die Walkemühle, als der gleichnamige Verein am 16. Oktober den Kaufvertrag für das Gebäude unterschrieb. Die erste Tranche wurde bereits an die Stadt Hameln gezahlt, am 30. Dezember ist die zweite fällig. 114 650 wurden bis heute von Privatpersonen als Kredit auf dem Konto des Hausvereins Walke eingezahlt. Weitere 11 000 Euro (mit den 6000 Euro) sind zugesagt, aber noch nicht überwiesen. Mit den zugesagten Spenden und Krediten kommen so knapp 126 000 Euro zusammen, mehr als der Kaufpreis. Rund 10 000 Euro werden für die Kaufnebenkosten wie Architekt, Statiker und Notar gerechnet.

Der Kauf des Hauses ist die Grundlage für die Vergabe des Kredites, mit dem die Sanierung gestemmt werden soll. 480 000 Euro beträgt das Gesamtinvestitionsvolumen, das erhöht werden kann, je mehr Geld eingeht. Je mehr für die Sanierung ausgegeben wird, desto höher fällt allerdings später auch die Miete aus. „Das müssen wir im Blick behalten“, sagt Kornfeld. Geplant ist, mit der Miete unter fünf Euro pro Quadratmeter zu bleiben. „Ob wir das schaffen, ist unklar.“

Eigenleistung ist deshalb gefragt. So haben sich die künftigen Mieter zum Teil schon von einem Mitarbeiter des Architekten anlernen lassen und beim Aufmaß der Räume mitgeholfen. Auch über die Aufteilung der Wohnungen wird eifrig diskutiert. Entstehen sollen sowohl Single- als auch Familienwohnungen. Das Miteinander des alternativen Wohnprojekts steht dabei im Vordergrund: Gewünscht sind WG-Zimmer mit eigenem Bad, eine gemeinsame Küche soll das verbindende Element werden. 16 Personen wollen derzeit in der Walkemühle einziehen. Der Älteste ist 60 Jahre, Familien mit Kindern sind ebenso dabei. Das Wohnprojekt spricht nicht nur unterschiedliche Generationen an, sondern lockt auch Menschen aus anderen Gegenden nach Hameln: Eine Person kommt aus dem Emsland, eine andere aus Berlin. Ob noch mehr einziehen können, richtet sich danach, wie viel Platz später Gemeinschaftsfläche werden soll.

Nicht alles kann raus: Sophie Bredemeyer zeigt Sven Kornfeld die tragenden Balken im Treppenhaus. doro

Mit dem Statiker wurde bereits besprochen, welche Wände und Balken tragend sind und welche heraus können, um die „Knastatmosphäre“ auf den drei Etagen mit langen Fluren und jeweils acht anschließenden Zimmern aufzubrechen. Dazu kommen zwei Wohneinheiten im Obergeschoss und im Dachgeschoss mit jeweils vier bis fünf Zimmern. Abgeschlossen ist die Bauplanung noch nicht, Themen, die demnächst anstehen, sind beispielsweise der Brandschutz und die Dämmung.

Der nächste Termin ist am 17. Januar die Aufnahme in die Mietshäuser Syndikat GmbH, die dann ebenso wie der Hausverein Walke als Gesellschafter fungiert. Der erste große Schritt auf dem Weg in die Selbstverwaltung soll im Februar außerdem mit einer Party groß gefeiert werden.



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