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Verzögerungen bei Abriss des Turbinenhauses

Zwei Monate im Rückstand

Hameln. Der Bagger und auch der große schwarze Kran sind schon aus der Ferne zu sehen. Am ehemaligen Turbinenhaus an der Inselstraße tut sich was. Allerdings eher abseits der normalen Blickrichtung, schräg unterhalb der Münsterbrücke.

veröffentlicht am 22.02.2016 um 17:42 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 18:41 Uhr

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Autor:

Svenja-A. Möller
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Wer regelmäßig auf der gegenüberliegenden Weserseite vorbeispaziert, sieht, dass, beim Turbinenhaus auf Höhe des Wasserspiegels bereits neue Stützwände hochgezogen wurden. Sie verhindern, dass Weserwasser weiterhin unterhalb des Turbinenhauses hindurch rauscht. „Die Rammarbeiten zum Einbau der Spundwand für den Verschluss des oberwasserseitigen Zulaufs und der Einbau der Spundwand selbst konnten mittlerweile abgeschlossen werden“, erklärt Natalie Schäfer, Pressesprecherin der Stadtwerke Hameln. Ein erster Arbeitsschritt ist damit erfolgreich abgehakt. „Die Arbeiten zur Räumung der Rammtrasse hatten sich allerdings aufgrund einer bis zu 1,5 Metern dicken, vorab nicht bekannten Gesteinsschicht im Bereich der Rammtrasse verzögert“, erklärt Schäfer. Auch die Untersuchungen auf Kampfmittel seien aufgrund dieser Gesteinsschicht wesentlich schwieriger und umfangreicher gewesen als eigentlich gedacht. Insgesamt hätte das die Arbeiten „rund sechs Wochen nach hinten geworfen“, erklärt Schäfer. Zudem habe man das eigentlich schon gewählte Bauverfahren für die anschließende Erstellung der Spundwand ändern müssen. Die Arbeiten des ersten Bauabschnitts liegen somit zwei Monate im Rückstand. „Der Abschluss des gesamten Bauvorhabens inklusive der Fertigstellung der unterwasserseitigen Stützwand und der Verfüllung der Baugrube bis zum Frühjahr 2017 ist jedoch nicht gefährdet“, versichert Schäfer.

Auch das Hochwasser der letzten Wochen hat die Arbeiten am Turbinenhaus beeinträchtigt. Immerhin wird nahezu auf gleicher Höhe mit dem Wasserspiegel gearbeitet. Durch das Hochwasser seien die Arbeiten zur Erstellung eines sogenannten „Spundwandholms“ für rund zwei Wochen behindert gewesen, hätten jetzt aber abgeschlossen werden können. Der aktuelle Wasserstand behindere die aktuellen Arbeiten – den Bau einer Winkelstützwand allerdings nicht.

„Nach Fertigstellung der Winkelstützwand wird diese ab zirka Mitte April mit Naturstein verkleidet, um sie optisch an die bereits bestehenden, sichtbaren Kaimauern anzupassen“, erklärt Schäfer. Voraussichtlich bis Ende Mai soll dann der Untergrund auf dem verfüllten Zulauf so weit aufbereitet werden, dass die Stadt – als Eigentümerin der Fläche – wieder eine neue Zuwegung auf das Werder schaffen kann. „Im Zuge der Erstellung des Untergrunds werden auch die für die Bauphase provisorisch umgelegten Ent- und Versorgungsleitungen in ihre endgültigen Trassen im Straßenraum verlegt“, erklärt die Pressesprecherin der Stadtwerke.

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  • Auf der Weserseite wurden die ersten Wände fertiggestellt. Das Turbinenhaus, das früher von Wasser unterflutet wurde, liegt jetzt trocken. Foto: Wal

Sind die Arbeiten abgeschlossen, soll Ende Mai beziehungsweise Anfang Juni der Abriss der alten Gebäudeteile beginnen, die derzeit noch auf der Fläche stehen. Dann werden laut der Stadtwerke auch die alten Gerätschaften abtransportiert, die sich bisher noch im verschlossenen Turbinenhaus befinden. Für diese Arbeiten wird wahrscheinlich wieder ein Kran vor Ort anrücken müssen, da insbesondere die alte Turbine mehrere Hundert Kilo wiegt.

Das Areal soll nach dem Abriss der alten Anlagen eine Nachnutzung erfahren. Was auf dem Gelände entstehen wird, ist aktuell allerdings noch nicht klar. Die Stadtwerke sammeln derzeit Anfragen von Interessenten.



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