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Politik hofft auf Verordnung vom Land / Brüggemann (CDU): „Wir haben kein Katzenproblem“

Zwangskastration vorerst abgelehnt

Hameln. „Die Population ist beängstigend“, sagen die Sozialdemokraten und fordern die Erarbeitung einer Satzung, die eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für in Hameln wildlebende Katzen zum Ziel haben soll. „Wir sind von einer Plage meilenweit entfernt“, entgegnet Jobst-Werner Brüggemann (CDU). Der Vorsitzende des Ausschusses für Recht und Sicherheit kündigt deshalb an, dass die Mehrheitsgruppe aus Christdemokraten, Grünen und Unabhängigen die Forderung der SPD-Fraktion im Rat ablehnen werde.

veröffentlicht am 08.03.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 11:41 Uhr

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Autor:

Hans Joachim Weiß
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Schon im November des vergangenen Jahres hatte sich der Fachausschuss mit diesem Thema beschäftigt. Damals hatte Dieter Schur, Fachbereichsleiter Recht und Sicherheit im Hamelner Rathaus, bereits verkündet, dass sich die Verwaltung bereits eine Mustersatzung besorgt habe, die ohne großen Aufwand auf die Rattenfängerstadt umgeschrieben werden könne (wir berichteten). Doch hatte er auch betont, dass eine solche Verordnung nur Sinn habe, wenn ein entsprechender Vertrag mit allen Städten und Gemeinden des Landkreises Hameln-Pyrmont geschlossen werden könne.

Und genau da liegt das Problem. „Bis auf Bad Pyrmont und Bad Münder will keiner eine solche Satzung. Sie ist deshalb allein für Hameln sinnlos, denn Katzen kennen keine Gemeindegrenzen“, begründet Brüggemann. Zudem müsse eine Zwangskastration auch kontrolliert werden. „Aber das kostet Geld, auch wenn die Verwaltung behauptet, dass das Einführen einer solchen Satzung keine finanziellen Auswirkungen habe. Das zweifel ich an“, erklärt der CDU-Politiker. „Und welchen Sinn macht eine solche Verordnung, wenn wir eigentlich gar kein Problem mit zu vielen wildlebenden Katzen haben?“, fragt der Rohrsener. Das Tierheim sei zwar voll mit Katzen, „aber dort werden die Tiere ja bereits kastriert“, weiß Brüggemann. Deshalb habe das Thema für ihn als Ausschussvorsitzender auch keine Eile. „Das Land Niedersachsen plant eine entsprechende Verordnung, die dann flächendeckend greifen soll. Das warten wir ab. Und wenn das noch ein Jahr dauert, ist das auch kein Problem“, begründet Brüggemann das vorläufige Nein der Mehrheitsgruppe zu der von der SPD geforderten Satzung.

Wann ein solches Papier kommen wird, vermag auch der heimische Landtagsabgeordnete Ulrich Watermann noch nicht zu sagen. „Die Katzenkastration steht in unserem Koalitionsvertrag mit den Grünen – allerdings nicht ganz oben“, berichtet der SPD-Politiker. Der neuen Landesregierung sei jedoch bekannt, dass es niedersachsenweit teilweise erhebliche Probleme mit wildlebenden Katzen gebe. Auch die Frage, ob dann auch das Land die anfallenden Kosten trage, vermag Watermann allerdings noch nicht zu beantworten: „Das lässt sich erst sagen, wenn der Modus klar ist. Ich gehe aber davon aus, dass derjenige, der etwas bestellt, auch bezahlen wird.“

Wild lebende Katzen in Hameln brauchen vorerst keine Zwangskastration zu fürchten.Dana



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