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Im Trend liegen kleinere Grabgestecke / Dauersträuße mit Ananas-Protea und Weidenkätzchen

Zum Ewigkeitssonntag erblühen Wachsrosen

Auch der Winter hat seine Rosenzeit. Wenn die echten „Königinnen der Blumen“ in den Gärten das Zeitliche segnen, schlägt die Stunde ihrer in Wachs getauchten Schwestern. Pünktlich zum Ewigkeitssonntag „erblühen“ sie auf vielen Grabgestecken, mit denen jetzt traditionell viele Gräber geschmückt werden. „Ja“, bestätigt Angelika Baum von der Gärtnerei Vollmer, „Blumenschmuck mit Wachsrosen wird gern genommen.“ Aber auch Gestecke aus Tannengrün, getrockneten Zweigen, Moos, Früchten, Zapfen und Blättern in herbstlich gedeckten Farben sind gefragt. Und Dauersträuße. „Sie werden nicht nur auf Gräber gestellt, sondern auch gern als Schmuck vor die Haustür“, sagt Angelika Baum. Denn diese Sträuße überstehen jeden Frost und bleiben mitunter bis zum Frühling dekorativ.

veröffentlicht am 22.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 03:41 Uhr

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Während Hoch- und Flachgestecke Klassiker sind, für die Tannengrün oder Islandmoos meist die Grundlagen bilden, sind aktuell auch schlichte Terrakotta-Schalen, Weidenkugeln oder Rebenkissen als Basis gefragt. Farblich dominieren gedeckte Töne. „Am liebsten wird Ton-in-Ton genommen“, ist Angelika Baums Erfahrung. Und bei den Dauersträußen setzen rosige Ananas-Protea kombiniert mit Weidenkätzchen heitere Akzente, die auf Gräbern und vor Haustüren in der tristen Jahreszeit für Farbtupfer sorgen. Auch wenn letztlich der persönliche Geschmack darüber entscheidet, welche Materialien und Farbtöne für den Grabschmuck bevorzugt werden – „der Trend geht zu kleineren Gestecken“, stellt Heinz Poock fest. Das liege daran, dass auch die Gräber kleiner würden, da immer mehr Urnenbestattungen gewünscht werden. Auf dem Wochenmarkt bietet Poock an seinem Stand Gestecke und Sträuße in vielen Variationen an, die Ehefrau Erika liebevoll arrangiert hat: „Ich darf nur die Tanne holen“, schmunzelt der Landwirt. Auch bei vielen weiteren Marktbeschickern gibt es jetzt Blumenschmuck für den Ewigkeitssonntag, der im Volksmund auch Totensonntag heißt.

Übrigens: Die Toten zu würdigen, hat eine lange Tradition. Spuren von Bestattungen haben Archäologen schon in der Kulturschicht der Neandertaler entdeckt. Auch das Schmücken der Gräber gehört zu den frühesten Zeugnissen unserer Kultur. Bereits bei der Beerdigung dient individueller Blumenschmuck dazu, der Trauer Ausdruck zu verleihen und den Verlust zu bewältigen. Sind die frischen Blumen nach einer Beisetzung verwelkt, zieren meistens eine Bepflanzung und langlebige Gestecke das Grab. An offiziellen Gedenktagen wie jetzt am Totensonntag werden überall die Gräber geschmückt: Einzelne frische Blüten, vor allem aber Blumengebinde und Gestecke dokumentieren dann augenfällig, dass die Toten im Gedächtnis der Lebenden bleiben. Im Gegensatz zu einem Blumenstrauß, der schnell verblüht, hält ein Grabgesteck mehrere Wochen oder sogar Monate.

Vom Hamelner Wochen-

markt berichtet

Karin Rohr

So wie hier bei Heinz Poock gibt es auf dem Wochenmarkt pünktlich zum Ewigkeitssonntag bei vielen Händlern eine große Auswahl an Grabgestecken und Sträußen. Neben Tannengrün und Islandmoos werden auch Weide und Rebe als Basis für den Grabschmuck immer populärer.

6 Bilder

Fotos: Dana



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