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Spezialkräfte stürmen drei Wohnungen / Es geht um Drogen

Zugriff im Morgengrauen

HAMELN. Der Polizeieinsatz war von langer Hand vorbereitet worden – er sorgte am Dienstagmorgen für reichlich Aufsehen im Basbergviertel. Mannschaftswagen einer Spezialeinheit der Bereitschaftspolizei Niedersachsen fuhren zu früher Stunde an der Karl-straße/Ecke Sedemünderstraße vor, blockierten die Straße und eine Bushaltestelle. Es kam zu Verkehrsbehinderungen.

veröffentlicht am 06.11.2018 um 20:52 Uhr
aktualisiert am 08.11.2018 um 19:30 Uhr

Die Wohnung von Fritz Schulz nach der Polizeiaktion. Mehrere Türen wurden aufgerammt, die Zimmer durchsucht. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Sekunden später stürmten Maskierte und bewaffnete Beamte drei Wohnungen an der Karlstraße. Mehrere verschlossene Türen wurden mit einer Stahlramme aufgestoßen. Ein 29 Jahre alter Mann sei vorläufig festgenommen worden, hieß es. Am Nachmittag prüfte die Staatsanwaltschaft Hannover noch, ob sie einen Haftbefehl gegen den Hamelner beantragt.

Drogenfahnder des 2. Fachkommissariats des Zentralen Kriminaldienstes (ZKD) hatten vor der geheim gehaltenen Aktion Beweise und Indizien gesammelt und über die Staatsanwaltschaft richterliche Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt. Polizisten einer Beweismittel- und Festnahme-Einheit und ein Rauschgiftspürhund machten sich auf die Suche nach illegalen Betäubungsmitteln. „Die Kollegen sind fündig geworden“, sagte Oberkommissarin Stephanie Heineking-Kutschera. Was zutage gefördert wurde und um welche Menge es sich handelt, wollte die Polizei nicht sagen. Der Erste Staatsanwalt Oliver Eisenhauer wurde da schon deutlicher: „In verschiedenen Wohnungen wurden Kokain und synthetische Drogen sichergestellt.“ Es werde wegen Verdachts des Handeltreibens mit illegalen Betäubungsmitteln ermittelt. In dem Verfahren gibt es laut Staatsanwaltschaft drei Beschuldigte – sie sind 29, 52 und 66 Jahre alt. Der 29-Jährige und der 66-Jährige seien polizeilich bekannt, sagte Eisenhauer. Der 52-Jährige ist beinahe ein unbeschriebenes Blatt.

Fritz Schulz ist einer der Beschuldigten. Er erfuhr von einem Nachbarn, dass „seine Wohnung von der Polizei zerlegt wurde“. Der Hamelner weilte gerade im Urlaub, kehrte am Abend aus Karlsruhe zurück. Er rief bei der Dewezet an, beteuert: „Ich bin ein unbescholtener Bürger, habe nie etwas mit Drogen zu tun gehabt.“ Schulz ist sauer, dass – wie er sagt – seine Wohnung verwüstet wurde. Der Schaden werde ersetzt, hieß es seitens der Polizei. Nach drei Stunden zogen die Ermittler wieder ab. Bleibt abzuwarten, gegen wie viele Beschuldigte die Staatsanwaltschaft Anklage erheben wird.



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