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Strafverfahren eingeleitet

Zufällig gefilmt: Autofahrer rast rücksichtslos auf Fußgänger zu

HAMELN. Der Mann am Steuer des weißen Audi A 4 fuhr rücksichtslos – er nahm offenbar in Kauf, dass durch seine Fahrweise Menschen verletzt oder gar getötet werden. Nach Angaben des für Verkehrsdelikte zuständigen 7. Fachkommissariats des Zentralen Kriminaldienstes, das gegen den Tatverdächtigen ein Strafverfahren eingeleitet hat, wurden mutmaßlich zwei Fußgänger gefährdet.

veröffentlicht am 28.11.2019 um 12:53 Uhr
aktualisiert am 28.11.2019 um 14:40 Uhr

Ulrich Behmann

Autor

Chefreporter zur Autorenseite

Der Mann am Steuer des weißen Audi A 4 fuhr rücksichtslos – er nahm offenbar in Kauf, dass durch seine Fahrweise Menschen verletzt oder gar getötet werden. Nach Angaben des für Verkehrsdelikte zuständigen 7. Fachkommissariats des Zentralen Kriminaldienstes, das gegen den Tatverdächtigen ein Strafverfahren eingeleitet hat, wurden mutmaßlich zwei Fußgänger gefährdet. Wenn sich das bestätigt, kann sich der Tatverdächtige wohl auf etwas gefasst machen. Im Strafgesetzbuch (§315c) heißt es, wer durch sein Verhalten „Leib oder Leben eines anderen Menschen (…) gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Die Verkehrsstraftat hat sich am Mittwoch um 13.13 Uhr auf der Hamelner Kaiserstraße ereignet – sie wurde durch Zufall von einem Autofahrer aus Northeim gefilmt. Der 24-Jährige zeigte den Vorfall an, erstattete Anzeige bei der Polizei. Ermittler suchten den Halter des Wagens auf. Er verriet den Kommissaren, wer zum Zeitpunkt der Tat mit seinem Audi unterwegs war. Um 21.50 Uhr wurde der 20 Jahre alte Verdächtige mit dem Vorwurf konfrontiert. Der Mann aus Bad Münder räumte ein, hinter dem Steuer gesessen zu haben. Weitere Angaben wollte er jedoch nicht machen. Fakt ist: Mehr als acht Stunden nach der Straßenverkehrsgefährdung war der junge Mann weder alkoholisiert noch stand er unter Drogen.

„Auf dem Film des Zeugen ist deutlich zu sehen, wie der Audi-Fahrer bei stockendem Verkehr auf der Kaiserstraße mehrere Autos überholt – und das, obwohl ihm deutlich sichtbar andere Fahrzeuge entgegenkommen“, sagt Polizeioberkommissarin Stephanie Heineking-Kutschera. „Um einen Frontalzusammenstoß zu verhindern, fährt der Fahrer dann auf den linken Gehweg. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich dort zwei Fußgänger, die wir dringend als Zeugen suchen.“ Der Autofahrer habe seine Fahrt nach diesem Vorfall unbeirrt in Richtung Bahnhof fortgesetzt, sagte die Oberkommissarin.

2 Bilder
Der Mann fährt auf dem Gehweg an dem Auto, das ihm entgegenkommt, vorbei. Foto: Polizei

Für ihre weiteren Ermittlungen benötigt die Polizei (Tel. 05151/933-222) die Personalien der beiden Fußgänger.



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