weather-image
18°

Angebot in Hameln ausreichend / Verwaltung reagiert auf Anfrage von Piraten und Linken

Zu wenig Zeit zum Schwimmen lernen?

Hameln. Eine Anfrage der Fraktion Piraten/Linke hat eine politische Grundsatzdiskussion über das Schulschwimmen in Hameln ausgelöst. Peter Kurbjuweit (Linke) und Pirat Lars Reinecke wollten unter anderem wissen, welche Schulen das Angebot nutzen, ob ausreichend Bahnen zur Verfügung stehen und allen Schulklassen im Primarbereich das Schwimmenlernen ermöglicht wird und ob die Sportlehrer an den Grundschulen ausreichend qualifiziert seien.

veröffentlicht am 16.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 16:41 Uhr

270_008_6735371_hm101_1611.jpg
Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

Autor

Hans-Joachim Weiß Reporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die Antworten, die die Verwaltung darauf parat hatte, überraschten nicht nur den vortragenden Leiter der Abteilung Kindertagesstätten, Schulen und Sport, sondern auch die Mitglieder des gleichnamigen Ausschusses.

Andreas Breitkopf wusste zu berichten, dass alle Schulen vom Angebot des Schwimmunterrichts Gebrauch machten und die Kapazitäten ausreichten. Lediglich die Grundschule Tündern nutze das Hallenbad Emmerthal. Auch das Personal sei ausreichend geschult, werde schon während des Sportstudiums im Schwimmunterricht ausgebildet.

Lediglich in der Grundschule Sünteltal fehlte eine Fachkraft. „Dennoch können auch dort die Schüler nach der vierten Klasse schwimmen“, erklärte Breitkopf. Der Abteilungsleiter betonte zudem, dass Schwimmunterricht nur ausfalle, „wenn andere schulische Interessen wie Projektwochen im Vordergrund stehen“. Dem allerdings widersprach in der Sitzung Rainer Starke. „Es gibt immer wieder Probleme, was Zeiten und Bahnen angeht“, sagte der Leiter des Viktoria-Luise-Gymnasiums.

Die Politik bemängelte zudem, dass die Netto-Unterrichtszeit selbst bei zwei aufeinanderfolgenden Schwimmstunden zu kurz sei, und forderte die Verwaltung auf, zu prüfen, ob dies änderbar ist. Der Grund: Durch den Transport der Schüler von der jeweiligen Schule zum Hallenbad und der erforderlichen Umziehzeit blieben in der Regel nur 25 bis 30 Minuten für den Schwimmunterricht.

Walter Klemme betonte in diesem Zusammenhang, dass die Schwimmausbildung nicht alleine den Schulen aufgebürdet werden dürfe, sondern auch die Eltern gefordert seien, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder Schwimmen lernen. Dafür gebe es entsprechende Kurse.

„Uns hat man 1947 in Töneböns Teich geworfen, und dann haben wir auf diese Art und Weise das Schwimmen gelernt“, berichtete der Christdemokrat aus eigener Erfahrung. Der Ratsvorsitzende erntete dafür nicht nur Gelächter, sondern auch zustimmendes Nicken aus den anderen Fraktionen. „Die Zeiten ändern sich. Wir haben jetzt das Jahr 2013 und ich werde meine zweieinhalb Jahre alte Tochter ganz bestimmt nicht in einen Teich werfen, damit sie schwimmen lernt“, konterte Lars Reinecke. Der Pirat vertritt die Ansicht, dass die Schwimmausbildung der Kinder heute sehr wohl primäre Aufgabe der Schulen sei.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?