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Vor allem für Läden in der Bäckerstraße gibt es Interessenten – doch die Preise sind nicht marktgerecht

Zu hohe Mieten sorgen für Leerstände

Hameln. Wer in diesen Tagen mal wieder einen ausgiebigen Altstadtbummel macht und dabei nicht nur auf die geöffneten Geschäfte achtet, sondern auf die, die geschlossen haben, dem fällt auf: Rund 70 Leerstände gibt es hier derzeit. Doch nur sechs freie Ladenflächen werden auf der Internetseite des Hamelner Stadtmarketings vorgestellt. Wie kommt das? „Es ist teilweise nicht gewünscht, dass wir handeln“, sagt Stadtmanager Dennis Andres. Sobald ein Laden leer stehe, versuchen er und seine Mitarbeiter Kontakt zu den zuständigen Maklern und Vermietern aufzunehmen. Doch oft bestehe von deren Seite kein Interesse – „und wir können da nicht viel ausrichten“, sagt Andres.

veröffentlicht am 26.03.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 17:41 Uhr

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Autor:

von Karen Klages
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Möchte ein Vermieter nicht auf der Seite des Stadtmarketings mit seiner Ladenfläche vertreten sein, macht er – wenn überhaupt – vor Ort am Geschäft Werbung für die freie Ladenfläche. Manche hängen stupide Zettel mit einer Telefonnummer an die Tür und geben den Blick in den leeren Laden frei. Andere gestalten den Leerstand durchaus attraktiver, so wie das Unternehmen Brockhoff und Partner, das derzeit die alte Orsay-Filiale an der Ecke Bäckerstraße/Fischpfortenstraße vermietet. Die Eingangstüren und Schaufenster sind mit Foto-Folie zugeklebt, auf der zu sehen ist, wie schön das Ladengeschäft aussehen könnte. Das zieht offenbar potenzielle Mieter an: Laut Andres, der Kontakt mit dem Makler hatte, gebe es Anfragen, aber man habe noch nicht das Passende gefunden. Das Problem der Leerstände in der Bäckerstraße liege generell nicht an fehlenden Anfragen, „sondern an den hohen Preisen“, wie der Stadtmanager findet. Denn die seien keinesfalls marktgerecht: Für ein Ladengeschäft von 60 bis 70 Quadratmetern müsse man in der Bäckerstraße schon mal 8000 Euro bezahlen. Doch das können die wenigsten Mieter. Und die Vermieter, vor allem in der Bäckerstraße, wollen nicht von ihren Preisen abweichen. Die Mieten seien hier mal auf einem hohen Level gewesen – „und daran klammern sich immer noch viele“, so Andres. Hinzu kommt, dass viele auch gar nicht unter dem Druck stehen, vermieten zu müssen – und dann lieber einen Leerstand als weniger Mieteinnahmen hinnehmen. So ganz nach dem Motto: Irgendwann wird die nächste Filiale einer großen Kette, die sich die Preise leisten kann, schon anfragen.

In der Osterstraße hingegen „werden die Preise schon realistischer“, stellt Andres fest. Zwischen 12 und 25 Euro liege der Quadratmeterpreis. Doch auch dort gibt es noch Leerstände. Die Details zu manchen Objekten kennt selbst der Stadtmanager nicht. Die Miete sei aber nicht immer ausschlaggebend: „Oft scheitert eine Vermietung auch an anderen Dingen, wie zum Beispiel an Umbaumaßnahmen“, erklärt er.

Attraktiv ist etwas anderes: Diese Ladengeschäfte werden nicht gerade gut vermarktet. Wal


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