weather-image

Jazztheater in der Heilig-Kreuz-Kirche

„Zu Hause wie Mary Poppins – draußen wie James Bond“

Hameln. „Lass Mann gut sein...“ Eine klare Aufforderung, wie sich das liest. Lasst den Mann gut sein! Aber sind wir Männer das denn etwa nicht? So wie es nicht nur scheint, fehlt den Männern einiges, zumindest, wenn es darum geht, kompatibel mit dem weiblichen Geschlecht zu sein. Und so widmet sich auch das „Jazztheater von der wahren Toleranz“, geschrieben von dem in Hameln ehedem nicht ganz unbekannten Martin Kunze, dem Mann, den er auch noch selbst spielt, und seinen gar nicht so heimlichen Schwächen, die schonungslos, aber liebevoll ausgerechnet von seiner Lebensgefährtin Hanna Legatis aufgedeckt werden. Das Ganze musikalisch exzellent begleitet von dem Quartett „jazzlike“, das seine Musik nicht nur „so ähnlich“ wie Jazz spielt, sondern mit einem wunderbaren Sound aus alten ModernJazz-Zeiten mit adaptierten und eigenen Kompositionen glänzt.

veröffentlicht am 12.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 17:41 Uhr

270_008_6722744_wolla_jazz.jpg

Autor:

Wolfhard F. Truchseß
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Zur Aufführung kam das von der ehemaligen Hamelner Dramaturgin Johanna Kunze inszenierte Programm am Samstagabend in der Heilig-Kreuz-Kirche am Papengösenanger im Klütviertel dank finanzieller Unterstützung der Hanns-Lilje-Stiftung, der kircheneigenen Stiftung und der Hoffnung auf Spenden nach der Darbietung. Die Hanns-Lilje-Stiftung hatte bereits zuvor eine ganze Tournee des kleinen Ensembles durch das Gebiet der Evangelischen Landeskirche mitfinanziert.

Wie muss sich der Leser Jazztheater vorstellen? Im Wesentlichen als Wechsel von Musik und gesprochenen, schauspielerisch rezitierten Texten? Das würde dem Stück und seinen Akteuren nicht gerecht, auch wenn es einzelne, für sich stehende Musikstücke gibt. Aber Saxofon und Klarinette (Klaus Händel), Piano (Andreas Hülsemann), Bassgitarre (Achim Seifert) und Timo Warnecke am Schlagzeug machen auch die Zwistigkeiten auf der Bühne kräftig unterstützend hörbar. Verblüffend aber, dass der frühere Journalist und mittlerweile 72-jährige Martin Kunze und die Journalistin Hanna Legatis (NDR) als bestens parodierende Schauspieler und Sänger auch mit ausgebufften Bühnenprofis konkurrieren könnten.

Um was ging es ganz konkret? Um so männlich angehauchte Themen wie „Vorsicht, Familie!“, den „Frauenversteher“, „Wahre Kerle“, „Männer und Freundschaft“ und um Gesundheitsfragen rund um das unangenehme Thema Vorsorge.

Dass Männer sich inzwischen vielleicht ein wenig verändert haben und nicht ganz so übel sind, zeigt einer der Sätze aus dem Mund von Hanna Legatis: „Zu Hause wie Mary Poppins, draußen wie James Bond.“ Immerhin daheim muss sich also etwas geändert haben. Reichlicher Beifall dankte auch der Kirche und Pastor Lange-Kabitz, dass hier ein Highlight zur Aufführung gekommen war.

Jazztheater in der Heilig-Kreuz-Kirche mit Hanna Legatis und (v. li. n. re.) Andreas Hülsemann, Martin Kunze, Timo War-

necke und Achim Seifert. Klaus Händel (Saxofon) hat gerade Pause. wft



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt