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Zivilcourage hat viele Facetten - auch ein Anruf reicht aus

veröffentlicht am 15.03.2010 um 18:18 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:36 Uhr

Hameln (jhe). Bedroht, bestohlen oder angegriffen zu werden, kann jedem passieren – auch auf offener Straße. Wer in einer solchen Situation nicht alleine bleibt, sondern Hilfe von Unbekannten erhält, kann sich glücklich schätzen. Doch seitdem Dominik Brunner wegen seines couragierten Einschreitens an einem Münchener S-Bahnhof von Jugendlichen zu Tode geprügelt wurde, sind viele Menschen verunsichert – auch in Hameln.

Viele Bürger äußerten ihre Bedenken, in Gefahrensituationen einzugreifen, als sie sich am Stand für Zivilcourage informierten. „Durch viele Negativbeispiele sinkt die Hilfsbereitschaft“, sagt Polizeihauptkommissar Jörn Schedlitzki. Um diesem Trend entgegenzuwirken, sensibilisierten die Mitarbeiter der Polizei, der Stadt Hameln und der Heinrich-Kielhorn-Schule am gestrigen Tag der Zivilcourage die Passanten durch Aktionen am Hochzeitshaus dafür, wie sie durch einfache Handlungen Zivilcourage zeigen können. Eine der wichtigsten Verhaltensregeln ist laut Schedlitzki, „zu helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen“.
 Was jeder Beobachter tun könne, sei in jedem Fall, die Polizei zu benachrichtigen. „Man kann auch einen Notruf absetzen, wenn man sich bei der Situation nicht ganz sicher ist – lieber einmal zu oft als einmal zu wenig anrufen“, sagt der Polizeihauptkommissar.



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