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Spendenkampagne mit Benefiz-Konzert gestartet

Zifferblatt der Münster-Uhr braucht Schönheitsreparatur

Hameln. Eines der Zifferblätter am Westturm des Hamelner Münsters braucht dringend eine Schönheitsreparatur. Es ist das Zifferblatt an der Südseite des Turmes, das starke Verwitterungserscheinungen zeigt und deshalb abgenommen und mit echtem Blattgold restauriert werden soll. Das Problem dabei: Von innen ist nicht an das Zifferblatt zu kommen – es muss mithilfe eines Kranes oder anderen schweren Geräts von außen abmontiert werden. Das aber soll nach einem dem Verein der Freunde und Förderer des Münsters vorliegenden Kostenvoranschlag 15 000 Euro kosten. Eine Summe, die aus Spenden finanziert werden soll, weil der Förderverein erst vor kurzem insgesamt 18 000 Euro für die Sanierung der Marcussen-Orgel und den Einbau einer Lüftungsanlage aufgebracht hat.

veröffentlicht am 07.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 21:21 Uhr

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Autor:

Wolfhard F. Truchseß
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Am Donnerstagabend begann die Spendenkampagne für das Projekt mit einem Benefizkonzert von Adelheid Becker-Voss und Maria Potaschnikova, die vierhändig Werke aus Barock, Klassik und Romantik spielten. Und das nicht nur an der Marcussen-Orgel, sondern auch am Cembalo, an der sonst in der Krypta stehenden kleinen Truhen-Orgel, an der Orgel auf dem Hohen Chor und am Piano. Die Überraschung war dabei die kleine Truhen-Orgel, die mit mächtigem Ton durch das Münster braust und keinen Vergleich mit ihren großen Schwestern zu scheuen braucht. Der Reiz des Programmes lag nicht nur in der liebevollen Auswahl der Stücke, sondern auch zu erleben, wie die feinfühlig gespielten Kompositionen aus den unterschiedlichen Richtungen im Münster klingen.

An den Orgeln wurden Werke von Johann Georg Albrechtsberger, Wolfgang Amadeus Mozart, Georg Friedrich Händel, Samuel Wesley und Leberecht Baumert gespielt, am Cembalo Stücke von Händel, Henry Purcell und Joseph Haydn, am Klavier von Franz Schubert und Claude Debussy. Es spricht für die großartige Akustik dieses Kirchenraumes, dass das Hörerlebnis keinerlei Beeinträchtigung erfuhr, wenn die beiden Künstlerinnen die Instrumente und damit den Ausgangsort des Tones wechselten. Die kleinen deshalb entstehenden Pausen wurden mit dem Verlesen kurzer Texte aus der „Collectanea zur Geschichte der Stadt Hameln“ von Johann Daniel Gottlieb Herr aus der Zeit von 1757 bis 1765 gefüllt.

Ein Wermutstropfen blieb während des mit viel Beifall bedachten Benefiz-Konzerts: Das Klavier klingt doch sehr matt, was wohl dem Alter des Instruments geschuldet ist. Aber ein Piano wird im Münster ja auch nicht unbedingt benötigt.



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