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Traumnoten bei der Abiturprüfung / Naturwissenschaften liegen ganz vorn

Zeugnis der Reife: Das sind Hamelns Beste

Hameln (CK). Die Intelligenz ist in Hameln zu Hause. Diesen Eindruck jedenfalls könnte gewinnen, wer sich die Zeugnisnoten der diesjährigen Abiturienten anschaut. Bei etlichen nämlich steht eine 1 vor dem Komma, Beleg dafür, dass die Jugend allemal besser ist als ihr Ruf und die sogenannte „Null-Bock-Generation“ offenbar der Vergangenheit angehört.

veröffentlicht am 11.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 00:21 Uhr

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Die Redaktion hat geblättert und sich – ohne die Leistungen der vielen anderen zu schmälern – die allerbesten Abiturienten dieses Jahrgangs rausgesucht. Gefunden haben wir sie an den drei klassischen Gymnasien – dem Viktoria-Luise-Gymnasium, dem Schiller-Gymnasium und dem Albert-Einstein-Gymnasium – sowie an den drei berufsbildenden Schulen, an denen man ebenfalls das Zeugnis der Reife erwerben kann, nämlich an der Handelslehranstalt, der Eugen-Reintjes-Schule und der Elisabeth-Selbert-Schule. Auffällig: Fächerkombinationen aus dem Bereich der Naturwissenschaften liegen immer ganz vorn – gewissermaßen eine Fahrkarte für die spätere Karriere?

Mit einer Traumnote von 1,0 gehört Kevin Kessing vom Albert-Einstein-Gymnasium dieses Jahr zu den absoluten Top. Seine Leistungsfächer waren Chemie, Mathematik und Französisch. Alles außer Sport hat ihm Spaß gemacht, sein Lieblingsfach war Latein („sonst wäre mein Abi nicht so gut geworden“). Kevin hat sich bei mehreren Unis beworben und würde am liebsten in Zürich interdisziplinäre Naturwissenschaften mit biochemischem Schwerpunkt studieren, da es nach seiner Ansicht dort nach den amerikanischen und englischen Hochschulen die beste Uni ist. Später strebt er „irgendwas in Richtung Forschung oder eine Hochschulkarriere mit Professur“ an. Kevin kann sich für die Zukunft auch einen Zusammenhang mit der Wirtschaft vorstellen – „aber erst viel, viel später“.

Ebenfalls ein Einser-Abitur hat Arik Sosmann am Schiller-Gymnasium hingelegt. Seine Leistungsfächer waren Physik, Mathe und Englisch, die Lieblingsfächer Englisch, Informatik, Mathe, Physik und Bio. Nach dem Abitur wird er angewandte Mathematik studieren, danach möchte er Aneurysimen-Mathematiker werden. „Ich werde die Schulzeit einerseits vermissen, andererseits aber die Zukunft mit offenen Armen ergreifen“, sagt er.

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In guter Gesellschaft befindet sich da Simon Brennecke, hat doch auch er am Viktoria-Luise-Gymnasium ein Abitur mit der Traumnote 1 erworben. Simons Lieblingsfach war die Chemie, und das möchte er auch studieren – „oder aber Physik“. Von diesen Fächern erhofft sich der junge Mann später gute Berufschancen, möchte aber nicht im Lehramt, sondern in der freien Wirtschaft arbeiten. Das macht er übrigens auch jetzt schon: Noch bevor er seine Noten kannte, hat er zwar erst einmal Urlaub vom Schulalltag gemacht, zurzeit jobbt er aber.

Mit einer Note von 1,5 gehört auch ein Mädchen zu den Besten: Liliana Dargel hat ihr Abitur an der Handelslehranstalt erworben, und zwar mit den Leistungsfächern Mathe, Englisch und BWL, wobei Mathe eindeutig ihr Lieblingsfach war. Liliana hat sich für ein duales Studium der Informatik entschieden. „Ich werde zwar die Lehrer und die Mitschüler vermissen, die Schule an sich aber eher nicht“, gibt die junge Frau zu.

Auch Nadine Heere gehört zu den Besten des Jahrgangs mit einer Abiturnote von 1,6. An der Elisabeth-Selbert-Schule hatte sie die Leistungsfächer Pädagogik-Psychologie, Mathe und Deutsch und möchte Psychologie studieren, ein Wunsch, der seit der 10. Klasse bestand und dazu geführt hatte, dass sie sich ausgerechnet diese Schule ausgesucht hatte. Was Nadine bedauert: „Dass man bei diesem Studiengang wenig mit Chemie und Biologie zu tun hat.“ Daher habe sie einen Kompromiss geschlossen und will jetzt nach dem Studium in Richtung Forschung und Neuropsychologie gehen. Ihre Favoriten-Uni ist übrigens Münster: „Leider liegt der Numerus clausus für den Studiengang derzeit bei 1,2, so dass ich die Wartezeit gegebenenfalls mit Jobben und Praktika überbrücken werde.“ Die Abiturientin räumt zwar ein, dass sie froh ist, aus der Institution Schule rauszukommen – „aber mein Jahrgang war der Netteste, den ich bisher hatte, und sogar die Lehrer habe ich ins Herz geschlossen“, sagt sie freimütig.

Aus dem beruflichen Gymnasium an der Eugen-Reintjes-Schule (Fachgymnasium Technik) wurde Oliver Wenzel geehrt. Er erhielt von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft als Belohnung für gute Noten einen Buchpreis und eine Mitgliedschaft.

Gern hätte die Dewezet-Redaktion auch ihn und Nadine Heere als Super-Schüler im Bild gezeigt. Das allerdings erwies sich als ausgesprochen schwierig, da einerseits die Schulen die persönlichen Angaben der Jugendlichen aus Datenschutzgründen nicht herausgeben wollen und die Abiturienten andererseits zum Teil bereits in den wohlverdienten Urlaub gestartet und deshalb nicht mehr erreichbar sind. Spanien ist dabei übrigens nach wie vor ein beliebtes Ziel, das die jungen Leute aus Hameln und Umgebung überwiegend mit dem Bus ansteuern, um dann für ein paar Tage mit Gleichgesinnten Party zu machen.

Vier der Besten (v. li.): Arik Sosmann (Schiller-Gymnasium), Simon Brennecke (Vikilu), Liliana Dargel (HLA) und Kevin Kessing (AEG).



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