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Früherer technischer Betriebsleiter der Dewezet heute 70 Jahre alt / Sammelleidenschaft für Druckereimuseum genutzt

„Zeitung geht vor“ – erst im Beruf, dann im Ehrenamt

Hameln. Er ist temperamentvoll, aber auch verlässlich, einsatzbereit und immer belastbar. Das hat Jürgen Seeger nicht nur zeit seines 45 Jahre währenden Berufslebens unter Beweis gestellt, das lebt er auch immer noch in seinen Ehrenämtern. Heute wird der frühere technische Betriebsleiter der Deister- und Weserzeitung 70 Jahre alt. Wobei man ihm überhaupt nicht ansieht, dass ihm in den Jahrzehnten an dieser verantwortungsvollen Stelle so manches graue Haar gewachsen ist, denn Seeger war immer ein Mann der Tat, der das Motto „Zeitung geht vor“ verinnerlicht hat.

veröffentlicht am 19.04.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 14:21 Uhr

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Autor:

Christa Koch
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Als 17-Jähriger begann der Jubilar seine Karriere als Schriftsetzerlehrling bei C.W. Niemeyer, es folgten der Besuch der Werbefachschule in Hannover und der Wiedereinstieg bei CWN im Jahre 1965. Schon 1970 legte er die Lehrmeisterprüfung ab und wurde 1979 mit der Produktionsleitung für den technischen Betrieb beauftragt. Mit Leib und Seele war Seeger in seinem Berufsleben (und auch danach) dem Druckhandwerk verhaftet, hat Einsatz nicht nur eingefordert, sondern auch vorgelebt, hat als sogenannter „Gautschmeister“ fungiert – und hat seine berufliche Laufbahn gekrönt mit der großen Neuinvestition des Hauses Niemeyer, dem Druckzentrum in Hottenbergsfeld.

Auch nach seinem Ausscheiden bei der Dewezet im Jahre 2004 ließ die Leidenschaft für alles Gedruckte nicht nach: Neben seinen anderen Hobbys – der Schafzucht und der Philatelie (als langjähriger Vorsitzender) – engagiert sich Seeger auf einem Gebiet, das quasi sein ganzes Leben bestimmt hat: der Schwarzen Kunst. Dank des Einsatzes des Jubilars, dessen Sammelwut geradezu legendär ist, gelang es, auf dem Hefehof ein Druckereimuseum aufzubauen. In der „beweglichen Letter“ werkeln heute ehemalige Mitarbeiter von CWN an Maschinen aus ihrer aktiven Zeit, die der Jubilar im Laufe der Jahre im In- und Ausland aufgetrieben hat – das Mitmachen der Ehemaligen dabei sicher auch ein Beleg dafür, wie sehr nicht nur Kompetenz und Strenge, sondern auch Aufrichtigkeit und Liebenswürdigkeit des früheren Chefs gewürdigt werden.

Der ist noch immer mit Leib und Seele ein Jünger von Johannes Gutenberg, dem Erfinder des Buchdrucks. Liebt es, wenn er Gruppen durch die „bewegliche Letter“ führen kann. Und findet als ausgesprochener Familienmensch doch noch Zeit für Ehefrau Irmgard, Sohn Jörg und die Enkeltöchter Jennifer und Luna Victoria. Und im September kommt noch ein Enkelsohn hinzu.



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